Zwönitzer HSV zurück in der Spur
Mit einer überragenden zweiten Halbzeit haben die Handballer des Zwönitzer HSV 1928 im Sachsenligaduell die HSG Neudorf/Döbeln deutlich in die Schranken gewiesen und die Partie am Wochenende mit 30:24 (12:14) für sich entschieden. Trotz arger Personalnöte mit den fehlenden Schuster-Brüdern, Tomas Martinek und Christian Becher zeigten die Männer um Coach Frank Riedel mit einer überzeugenden, mannschaftlich geschlossenen Leistung und einer insbesondere in der zweiten Halbzeit wiedereinmal bärenstarken Defensive, dass man mit unbedingtem Siegeswillen Berge versetzen kann. Insgesamt war der Erfolg auch hochverdient, denn bis auf eine schwache Phase zwischen der 22. und 30. Minute, als man eine 11:8-Führung zum 12:14-Halbzeitrückstand wegschenkte, hatten die 28-er das Spiel jederzeit im Griff. "Ich denke, mehr kann man von der Mannschaft in der heutigen Besetzung nicht erwarten. Insbesondere in der zweiten Halbzeit war es eine starke Mannschaftsleistung", war auch der Trainer zufrieden mit der Partie. Selbige begann zunächst ausgeglichen, in der 10. Minute hatten die Gäste sogar beim 5:4 knapp die Nase vorn. Danach allerdings kam der HSV besser ins Spiel, agierte in der Defensive konzentrierter und konnten mit schönen Spielzügen das Ergebnis zum 10:7 (21.) drehen.



Gerade richtig kam dann allerdings die Halbzeitpause, denn in den letzten acht Minuten vor der Pause gerieten die 28-er ein wenig von der Rolle. Mit überhasteten Angriffsversuchen schloss man erfolglos ab, handelte sich so einige Konter ein, so dass es doch noch mit einem Rückstand zum 12:14 in die Kabine ging. Was immer sich die Zwönitzer für Halbzeit zwei an Besserung auf die Fahne geschrieben haben, es war in jedem Fall das Richtige. Wie ausgewechselt präsentierten sich die Parkettherren mit Beginn der zweiten Hälfte vor ihrem ungläubig staunenden ca. 250 Fans starken Publikum. Denn plötzlich war insbesondere in der Defensive Biss und Kampf miteinander angesagt, womit die Gäste 12 Minuten lang nicht wirklich das sprichwörtliche Bein auf das Parkett bekamen. Die Offensive agierte wie aus einem Guss, den Rest erledigten schöne Konter, womit die 28-er das Ergebnis mit einem starken 7:0-Start zur eigenen 19:14-Führung drehten. Auch wenn dies freilich nicht so weitergehen konnte und die Döbelner danach auch ihrerseits das Torewerfen wieder aufnahmen, war diese starke Phase sicherlich der Schlüssel zum Erfolg. Die Nordsachsen zeigten sich sichtlich beeindruckt und fanden kaum noch Mittel gegen die starke Zwönitzer Abwehr, die ein um das andere Mal die Bälle abfing. So hatte spätestens beim Treffer zum 27:20 niemand mehr Zweifel an einem an diesem Tag vollen Erfolg der Erzgebirgler. In den Schlussminuten spielten die 28-er den Vorsprung sicher herunter und gingen am Ende hochverdient als Sieger vom Parkett.
Zwönitz: Ranft, Stopp; Köppa (6/1), Kinder (2), S. Köhler, Bär, Hartenstein (8), M. Köhler (13/4) Brömmer, Sajenev, Süß (1)
7m: Zwönitz: 6/5 Döbeln: 4/4
2min: Zwönitz: 7 Döbeln: 4