Dritter Erfolg in Serie
Mit dem dritten Sieg in Folge haben sich die Handballer des Zwönitzer HSV 1928 weiter gehörig Luft zu den letzten Tabellenplätzen verschafft und den Anschluss an das Mittelfeld endlich wieder hergestellt. 27:24 (13:12) gegen den SC Riesa hieß es nach einer von beiden Teams sehr kampfbetont geführten Partie, in der sich erst gegen Ende die größeren Kraftreserven der 28-er durchsetzten. In einem zuvor sehr ausgeglichenen Spiel war es letztlich insbesondere Mario Köppa, der mit aller Entschlossenheit, die Coach Frank Riedel sicher noch häufiger von ihm sehen möchte, vier der letzten sechs Zwönitzer Treffer ins Riesaer Tor hämmerte und so in der Schlussphase den entscheidenden Unterschied ausmachte. "Es ist unglaublich, wieviele klare Chancen wir heute wieder weggelassen haben ...", war allerdings unmittelbar nach dem Abpfiff der kritische Tenor des Trainers, der zwar mit der Leistung insgesamt zufrieden war, gern aber viel früher die sicherlich möglichen klaren Verhältnisse gesehen hätte. Insgesamt 19 vergebene Würfe, davon drei Siebenmeter belegen die Reserven, an denen es wohl in den nächsten Trainingseinheiten zu feilen gilt. Die Anfangsphase der Partie gehörte bereits den 28-ern. Mit Macht und Einsatz stemmten sich die Parkettherren gegen die Riesaer Angriffe und kamen so mit einem 3:1 nach sieben Minuten gut ins Spiel. Mit den ersten vergebenen Chancen und einer vorübergehenden Ein-Mann-Show von Rostislav Bruna im Riesaer Dress kamen die Gäste danach allerdings allmählich in die Partie. Die erste Führung des SC zum 8:7 (20.) war glücklicherweise aber eher der Weckruf für Zwönitz, nocheinmal Vollgas zu geben.



Mit vier Treffern in Folge stellte man wieder eine 11:8-Führung her, konnte aber letztlich doch nicht verhindern, dass die Nordsachsen kurz vor dem Pausensignal noch auf 12:13 herankamen. Die zweite Halbzeit war sehr umkämpft. Bis auf die einzige Gästeführung von 15:14 (34.) kurz nach Wiederanpfiff waren die Parkettherren zwar ständig vorn, versäumten es jedoch mit vielen vergebenen Chancen, die knappen Führungen weiter auszubauen. So mussten die gut 250 Zuschauer doch bis in die Schlussphase zittern, um einen Erfolg der Erzgebirgler zu bejubeln. Nach dem letzten Ausgleich der Riesaer zum 20:20 konnte Zwönitz ab der 50. Minute endlich stets zwei Tore vorlegen. Mit den Treffern Nummer 25 und 26 kurz hintereinander stellten die 28-er jedoch endlich in der 57. Minute den wohl entscheidenden 3-Tore-Vorsprung zur 26:23-Führung her. Der SC stemmte sich zwar noch einmal mit aller Macht gegen die drohende Niederlage, scheiterte aber letztlich entscheidend an Keeper Sören Stopp, der in der Schlussphase für den bis dahin ebenfalls guten Thomas Ranft ins Zwönitzer Gehäuse eingewechselt wurde. Am Ende war es so ein schwer erkämpfter Arbeitssieg, bei dem noch erwähnt werden muss, dass nach viermonatiger Verletzungspause neben dem von seinem Auslandseinsatz heimgekehrten Armin Schuster endlich auch Tomas Martinek wieder einen ersten Kurzeinsatz bekam. Wenngleich die wichtige Spielpraxis bei ihm noch unübersehbar fehlte, war es damit die erste Partie der Saison, die der HSV mit seinem kompletten Kader bestreiten konnte. Für die restlichen Spiele der Serie sollte auch dies das nötige Selbstvertrauen geben, vielleicht noch für die eine oder andere Überraschung zu sorgen.
Zwönitz: Ranft, Stopp; Köppa (6/1), Kinder, F. Schuster (1), Martinek (1), Hartenstein (5) M. Schuster (2) Köhler (11/6), Süß, Sajenev (1), A. Schuster, Brömmer
2min: Zwönitz: 4 Riesa: 6
7m: Zwönitz: 10/7 Riesa: 3/1