Zweite hält Strohhalm fest
Drei Erfolge gab es am Wochenende für die Bezirksligisten des Zwönitzer HSV 1928 zu feiern. Den wichtigsten Sieg schafften dabei die Männer des HSV II, die sich mit dem 31:30 (20:16) bei der USG Chemnitz den 11. Tabellenplatz in der 14-köpfigen Staffel zurückeroberten und damit wieder auf den Klassenerhalt hoffen dürfen. Die Frauen waren ebenfalls bei der USG Chemnitz mit 21:19 (9:10) siegreich. Die männlichen C-Jugend hingegen hatte am Samstag als einziges der drei Teams Heimrecht und bezwang die NSG Handball Chemnitz klar und deutlich mit 32:22. Dabei waren die Schützlinge von Trainer Tosten Piefke den Gästen aus der Bezirksstadt technisch klar überlegen und unterstrichen als Aufsteiger mit dem jetzigen vierten Tabellenplatz ihre sehr positive Entwicklung. Die Youngster um Coach Jürgen Gaukel feierten ihren ersten Auswärtssieg der Saison, der zudem hochverdient war. Bis auf den Anfang der Partie, wo der Gastgeber zunächst in Führung ging, lagen die 28-er ständig mit bis zu sechs Treffern Vorsprung in Front, lediglich in der Schlussphase verlor man ein wenig den Kopf und rettete so nur knapp den Sieg über die Ziellinie. Sowohl die gastgebende USG als auch die Erzgebirger gingen ob der Bedeutung des Spiels hochmotiviert in die Partie. Allerdings brauchten die Zwönitzer doch ein paar Minuten, um sich an das leider nur sehr diffuse Licht in der Chemnitzer Universitätssporthalle zu gewöhnen. Nach dem 4:2 für die Parkettherren stellte Coach Gaukel sein Abwehrgefüge auf ein 5:1 um, was den Gastgebern nun überhaupt nicht schmeckte.



Ein Ball nach dem anderen wurde vom HSV abgefangen und mit schönen Kontern zu eigenen Treffer genutzt. Auch im geordneten Angriff war Zwönitz sehr effektiv und zog so Tor um Tor bis auf eine zwischenzeitliche 13:6-Führung (19.) davon. Nach dem 20:16 zur Pause erhöhten die 28-er zunächst 24:19, mussten allerdings danach nach zu schnell und erfolglos abgeschlossenen Angriffen drei Treffer zum 24:22 (45.) hinnehmen. In der fälligen Auszeit mahnte Trainer Gaukel noch einmal, die Angriffe ruhig und besonnen auszuspielen. Dies sollte nach der furiosen und kräftezehrenden ersten Hälfte das richtige Mittel sein, den Vorsprung stets konstant auf drei bis vier Tore zu halten. Erst in einer hektischen Schlussphase verlor die junge Zwönitzer Sieben hier und da ein wenig die Übersicht, rettete aber den hochverdienten Erfolg glücklich über die Zeit. Die Zwönitzer Frauen holten sich ihren Erfolg erst in der zweiten Hälfte. Im ersten Durchgang waren 12 Fehlwürfe und technische Fehler ein wenig zu viel, um eine ständige, wenn auch knappe Führung der Chemnitzerinnen zu verhindern. Im Hälfte zwei sollte sich dies zwar nicht wesentlich, jedoch dennoch eine entscheidende Nuance ändern. Mit einer etwas verbesserten Defensive drehte Zwönitz die Spielstände nun zu einer meist knappen Führung aus ihrer Sicht. Dennoch dauerte es bis in die Schlussphase, bis die Entscheidung fiel. Nach der 18:17-Führung konnten drei Gastgeberangriffe in Folge abgefangen werden. Mit schnellen Tempogegenstößen markierte Zwönitz die Treffer 19 und 20 zur 20:17-Führung drei Minuten vor Ultimo. Diesen Vorsprung verteidigten die 28-erinnen nun clever und gingen somit am Ende siegreich vom Parkett.