Am Ende fehlte das Glück
Es soll in dieses Saison einfach nicht sein, dass Coach Frank Riedel auch nur in einem einzigen Spiel einmal uneingeschränkt auf seinen kompletten Kader zurückgreifen kann. Nachdem bereits Mirko Köhler und Denny Brömmer fehlten, musste auch Vasile Sajenev nach nur wenigen Minuten mit einem verdrehten Knie passen. Zwar kam der Abwehrstratege gegen Ende der Partie noch einmal zurück, aber da stand es bereits 16:21 aus Zwönitzer Sicht. Tatsächlich gelang den Zwönitzern jedoch in der Schlussphase nocheinmal eine sehenswerte Aufholjagd zum 21:21. Leider blieb nach dem 22:21 durch Glauchau (60.) sechs Sekunden vor Ultimo ein möglicher Siebenmeter für die Erzgebirgler verwehrt, der vielleicht den Ausgleich gebracht hätte. Schuld waren die 28-er aber dennoch selber, da sie 40 Sekunden vor dem Ende beim 21:21 einen zuvor erkämpften Ball wieder leichtfertig aus der Hand gaben. "Ich kann trotzdem nur zufrieden sein. Wir hatten heute nur drei etatmäßige Aufbauspieler zur Verfügung. So nach 45 Minuten merkte man schon allmählich den Kräfteverschleiß. Insofern war es super, wie wir nochmal zurückgekommen sind und am Ende mit etwas mehr Glück und Cleverness fast noch einen Punkt geholt hätten", so der Trainer nach dem Spiel, bei dem in Anbetracht der auch drei vergeigten Siebenmeter durchaus auch die Parkettherren als Sieger hätten vom Parkett gehen können.



Die Partie begann positiv aus Zwönitzer Sicht. Nach einem schönen Tempogegenstoß gelang nach zwei Minuten mit dem 2:1 die erste Führung im Spiel. Überhaupt präsentierten sich die 28-er in diesem Match ausgesprochen konterfreudig und egalisierten damit phasenweise sehenswert die fehlenden Alternativen im geordneten Angriff. Zwischenzeitlich mussten sich die gut 250 Fans zwar den 4:8-Rückstand (15.) ihrer Sieben anschauen. Mehr aber ließ ein glänzend aufgelegter Thomas Ranft im Zwönitzer Kasten nicht zu. Tor um Tor kam Zwönitz so wieder heran, bis nach 25 Minuten die erneute Führung zum 10:9 gelang. Zum Pausentee war mit dem knappen Rückstand von 10:11 aus Zwönitzer Sicht weiterhin alles offen. Auch zu Beginn der zweiten Hälfte waren die 28-er sofort wieder hellwach, holten sich beim 12:11 (33.) erst einmal die Führung wieder zurück. Bis zur 45. Minute ging es weiter hin und her, 16:16 stand es zu diesem Zeitpunkt. Danach allerdings kamen die wohl etwas entscheidenden 9 Spielminuten, in denen den Einheimischen kein Treffer gelang und die Westsachsen mit ein paar Kontern zum 21:16 davonzogen. Die letzten sechs Minuten gehörten allerdings noch einmal den Parkettherren. Wiederholt scheiterte Glauchau an Keeper Ranft oder am Gebälk des Zwönitzer Kastens. Zwönitz nutzte die Gunst der Minuten eiskalt. Ein schöner Treffer von Tony Kinder sowie zwei super Anspiele von ihm an Sajenev am Kreis brachten drei Treffer, dazu zwei weitere von Enrico Süß und Sven Hartenstein über Links Außen und so stand es 55 Sekunden vor Ende der Partie tatsächlich wieder 21:21-Unentschieden. Auch der folgenden Angriff der Glauchauer wurde wieder abgefangen. Mit einem missglückten schnellen Ball nach vorn wurde dieser Vorteil aber leider unglücklich aus der Hand gegeben und so gingen die Gäste doch noch als glückliche Sieger vom Parkett.
Zwönitz: Ranft, Stopp; Köppa (2), Kinder (2), F. Schuster (3), Martinek (2), Hartenstein (6) M. Schuster (2), Sajenev (2), A. Schuster (1), Süß (1), Köhler S.
7m: Zwönitz: 3/0 Glauchau: 6/5
2min: Zwönitz: 5 Glauchau: 2