Zwönitzer Zweite überrascht
Die Bezirksligisten des Zwönitzer HSV 1928 haben am Wochenende drei der vier möglichen Pluspunkte nach Hause holen können. Während die Frauen mit dem 26:25 (16:14) über den Tabellenletzten allerdings knapp an einer Blamage vorbeischrammten, sorgten die Männer des HSV II mit dem 23:23 (11:11)-Unentschieden über den Tabellendritten TSV Mittweida unerwartet für eine sehr positive Überraschung. So richtig wusste niemand etwas mit dem Spiel der 28-erinnen anzufangen. Alles Statistiken der Gäste vom TSV Penig - angefangen vom Punktestand 00:36 und dem desaströsen Torverhältnis bis hin zur 10:25-Klatsche, die Penig zuhause gegen die 28-erinnen im letzten Herbst erleiden musste, sprachen für ein erneute klare Angelegenheit. Wie es nun mal aber mitunter so ist im Leben, kam alles ganz anders. Sicherlich vom Gedanken geprägt, dass es schon irgendwie laufen würde, machte der HSV von Beginn an keinerlei Anstalten, den schwerfällig wirkenden Gästen das Spiel aufzudrücken. Ganz im Gegenteil nahm man das Angebot des Schlafwagenhandballs gerne auf. Ein Fehler, wie sich zeigen sollte, denn diesen beherrschten die Gäste eindeutig besser, gingen schnell mit 3:1 in Führung und lagen in Durchgang eins eigentlich zumeist vorn. Erst kurz vor der Pause zog Zwönitz nach dem 12:12-Ausgleich (26.) endlich mal kurz an uns sicherte sich eine 16:15-Führung.



Wer nun glaubte, in Hälfte zwei würde alles schnell besser, sah sich leider bald getäuscht, denn die Gäste glichen gleich nach Wiederanpfiff aus. Es entwickelte sich wieder eine knappe Partie mit einer schwachen Zwönitzer Defensive wie selten und daher ständigen Führungswechseln. Ungläubiges Bangen machte sich dann in der 54. Minute breit, als Penig bei der 23:21-Führung sogar den Sieg vor Augen hatte. Zum Glück gehörten die Schlussminuten noch einmal den Oelschlägelschützlingen, die so noch den glücklichen Sieg mit nach Hause nahmen. Im Spiel der Männer des HSV II gegen den Tabellendritten TSV Mittweida war zu keiner Sekunde zu sehen, dass hier der Tabellendritte zu Gast war. Denn es war eine völlig ausgeglichene Partie, in der beide Teams immer mal knapp in Führung lagen, ohne sich jedoch absetzen zu können. Lediglich gegen Ende der ersten Hälfte waren die 28-er mit 11:9 vorn und hatten die Möglichkeit, sich ein wenig Luft zu verschaffen. Insbesondere uber ihren baumlangen Linkshalben konnten die Gäste im Spiel bleiben und doch wieder ausgleichen. Das Auf und Ab setzte sich in Durchgang zwei weiter fort. In der Schlussphase war es jedoch zunächst der TSV, die nun leichte Vorteile und beim 22:20 (55.) die besseren Trümpfe in der Hand hatte. Das Team um Coach Jürgen Gaukel stemmte sich aber mit aller Macht dagegen. Tatsächlich gelang der Ausgleich und man hatte sogar nach dem letzten abgefangenen Angriff noch 12 Sekunden Zeit, das Siegtor zu markieren. Leider fehlte hier die Cleverness, jedoch war man am Ende mit dem Punktgewinn dennoch zufrieden.