Beim HSV Glauchau mit Achtungszeichen
Mit einer knappen 31:34 (16:17)-Niederlage im Gepäck kehrten die Handballer des Zwönitzer HSV 1928 am Wochenende von ihrem Spiel beim Tabellendritten HSV Glauchau zurück ins heimatliche Erzgebirge. Dabei hatte man die Westsachsen vor deren eigener Kulisse in arge Bedrängnis gebracht. Nahezu die gesamte erste Hälfte lag man in Führung und wäre da nicht die schwache Phase kurz nach dem Seitenwechsel gewesen, hätten die 28-er durchaus für eine positive Überraschung sorgen können. "Es war die sicherlich beste Saisonleistung bisher, wo nur Kleinigkeiten über den Ausgang entschieden haben. Das wichtigste war, dass wir heute wieder als Mannschaft aufgetreten sind. Das war in den ersten Spielen zu wenig der Fall", war Coach Frank Riedel trotz allem mit der Partie zufrieden. Selbige begann ganz im Zeichen der Gäste. Vor einem ob ihrer beleidigenden Sprechgesänge erneut an Unfairness kaum zu toppenden Glauchauer Publikum legten die 28-er los wie die Feuerwehr. Mit 5:1 lagen die Zwönitzer nach 7 Minuten vorn. Während die HSV-Defensive mit einem starken Thomas Ranft im Gehäuse einen Glauchauer Angriff nach dem anderen abbiss, nervten die Erzgebirgler Gastgeberkeeper Enrico Fuchs mit erfolgreichen Überraschungswürfen aus dem Rückraum und schönen Spielzügen über den Kreis oder die Außenposition. Bis zum 10:6 war Zwönitz weiter klar vorn, wenngleich natürlich die Gastgeber mit Macht und Einsatz nun besser ins Spiel kamen und auch ihrerseits den einen oder anderen Zwönitzer Angriff abfingen. Einige schnelle Konter folgten und so schlossen die Gastgeber allmählich auf.



Da gegen Ende der ersten Hälfte auf Zwönitzer Seite auch drei Hundertprozentige
versiebt wurden, gelang es den Gastgebern tatsächlich noch, die einzige 17:16-Führung
der ersten Halbzeit mit zum Pausentee zu nehmen. In den bereits erwähnten
ersten 12 Minuten der zweiten Hälfte standen die HSV nun leider ein wenig
neben sich. Glauchau kam besser aus der Kabine und konnte mit drei Toren auf
20:16 enteilen. Zu sehr fielen die 28-er in dieser Phase wieder in ihre Schwäche
zurück, mit Gewalt Tore erzielen zu wollen. Damit fing man sich mehrere schnelle
Konter ein, beim 21:27 aus Gästesicht schien das Spiel damit nach 45 Minuten
gelaufen. Allerdings erwachte danach tatsächlich noch einmal die Zwönitzer
Tugend hinsichtlich Kampf und Einsatzbereitschaft. Plötzlich war er wieder
da, der Kampf miteinander. Insbesondere in der Abwehr konnte man die Gastgeber
wieder sichtlich beeindrucken. Die Offensive funktionierte auch wieder besser,
den Rest erledigten zwei Konter und so wurde es beim Treffer zum 30:32 in
der 58. Minute noch einmal richtig spannend. Hier nun entschieden Kleinigkeiten
die Partie. Während auf Zwönitzer Seite ein schönes Anspiel an den Kreis durch
die Hand flutschte, fanden zwei Würfe der Gastgeber über den Innenpfosten
des Zwönitzer Gehäuses den Weg ins Tor. So blieb es letztlich beim knappen
Vorsprung des HSV Glauchau, dennoch konnten die Erzgebirgler mit durchaus
erhobenen Hauptes vom Spielfeld gehen.
Zwönitz: Ranft, Stopp; Köppa (2), Kinder (2), S. Köhler, Bär, M. Schuster (4), Hartenstein (2), Becher, M. Köhler (11/3), Brömmer (3), Sajenev (7)
7m: Glauchau: 7/6 Zwönitz: 5/3
2min: Glauchau: 2 / 1 Disq. Zwönitz: 5