Faden verloren und Sieg verschenkt

Die Sachsenligamänner des Zwönitzer HSV 1928 haben am Wochenende ihr Auswärtsspiel beim SV Koweg Görlitz mit 27:31 nach 13:12-Halbzeitführung verloren. Dabei sah es im ersten Durchgang so aus, als sollte der HSV das Spiel durchaus gewinnen können, denn bis zur 12:7-Führung (22.) hatte man die Partie gut im Griff, bis einige Unaufmerksamkeiten eine klarere Pausenführung verhinderten. "Wir haben das Spiel förmlich weggeschenkt. Durch Nachlässigkeiten verlieren wir die klare Führung und dann in der zweiten Hälfte komplett den Faden", ärgerte sich Trainer Frank Riedel nach dem Spiel. Vor gut 400 Görlitzer Fans hatten die Einheimischen zwar den besseren Start (2:0, 3.), jedoch war dies lange Zeit die letzte Görlitzer Führung. Mit einem klassischen 5:0 drehten die Erzgebirgler den Spielstand zur eigenen 5:2-Führung (11.) und waren auch danach die spielbestimmende Mannschaft. Bis zum 11:5 (21.) konnte Zwönitz den Vorsprung weiter ausbauen. Garant für die deutliche Führung war neben einer effektiven Angriffsleistung Keeper Thomas Ranft, der die Görlitzer mit starken Paraden nervte, u. a. drei Siebenmeter parierte.

   


 

War es Meister Schlendrian oder was auch immer, auf alle Fälle fehlte den 28-ern in den Schussminuten der ersten Hälfte dann doch wiederholt die zuvor vorhandene Konsequenz und man brachte die Parkettherren so wieder zurück in Spiel. Dankend nahm Görlitz die Geschenke an und holte bis zum Pausensignal noch mächtig auf. Die zweite Hälfte verlief zu Beginn noch im Sinne des HSV (15:13, 33.), danach allerdings übernahm Koweg zunehmend das Zepter. Insbesondere der Tscheche Radim Vanek war seitens der Zwönitzer kaum zu stoppen. Der rechte Rückraumspieler markierte selbst zehn Treffer und setzte auch immer wieder gekonnt seine Mitspieler ein. Nach dem 17:17 (41.) verloren die Zwönitzer zunehmend den Faden. In der Defensive stimmte wiederholt die Zuordnung nicht mehr und auch vorn war von den vielen kreativen Ideen der ersten Hälfte - z. Bsp. das Spiel über die Außen und den Kreis - nicht mehr viel zu sehen. So zogen die Parkettherren Tor um Tor davon und spätestens beim 25:21 (53.) war klar, dass sich die Ostsachsen den vollen Erfolg an diesem Tag nicht mehr nehmen lassen würden.

Zwönitz: Ranft, Beckmann; Köppa (1), Kinder (3), F. Schuster (3), Hartenstein (6), M. Schuster (2), Köhler (9/5), Süß, A. Schuster, Brömmer, Sajenev (3)

7m: Görlitz: 7/3 Zwönitz: 6/5

2min: Görlitz: 6 Zwönitz: 6