Trotz Niederlagen
positives Resume
Die Bezirksligisten des Zwönitzer HSV 1928 haben ihre Spiele am Wochenende
jeweils gegen den HC Fraureuth verloren. Sowohl bei den Männern als auch bei
den Frauen belegen die Westsachsen vordere Tabellenplätze und wurden mit ihren
Erfolgen von 27:22 (14:11) bei den Frauen und 28:20 (15:14) bei den Männern
ihrer Favoritenrolle letztlich gerecht. Trainerin Heike Oelschlägel freute
sich trotz der Niederlage dennoch über eine endlich wieder einmal spielerisch
ordentliche Leistung. Dass dies beim Tabellenführer und praktisch schon sicheren
Bezirksmeister nicht unbedingt zu einem Sieg reichen muss, ist verständlich,
jedoch boten die 28-erinnen dem Spitzenreiter 60 Minuten lang Paroli und lagen
überwiegend nur zwei bis drei Tore zurück. Die Gastgeberinnen gingen zwar
von Beginn an in Führung, jedoch standen die Erzgebirglerinnen in der Defensive
recht ordentlich und blieben mit einer wesentlich besseren Chancenverwertung
als in den letzten Spielen immer dran. Dass es nicht zu mehr reichte lag an
den Schnelligkeitsvorteilen der Gastgeberinnen. Wenn der HSV doch einmal einen
Offensivfehler beging, startete Fraureuth schnelle Tempogegenstöße und kam
damit zu einfachen Treffern. Den Rest erledigten schnell vorgetragene Angriffe,
in denen die HSV-Abwehr doch wiederholt den kleinen Tick zu spät reagierte
und so nur noch auf Kosten eines Siebenmeters eingreifen konnte.



Am Ende war es somit eine ob der Tabellensituation angemessene Niederlage, die für die restlichen Spiele dennoch ein paar positive Ergebnisse für Zwönitz erhoffen lässt. Auch bei den Männern des HSV II bescheinigte Coach Jürgen Gaukel seinem Team insgesamt eine ordentliche Leistung, die insbesondere in der ersten Hälfte beim Tabellendritten nur zu einem knappen 14:15-Rückstand führte. Bis dahin agierte man in der Offensive diszipliniert und konnte mit einer guten Chancenverwertung stets am Favoriten dranbleiben. Eine etwas für den weiteren Spielverlauf richtungsweisende Phase startete gleich nach Wiederanpfiff zu Beginn der zweiten Hälfte. Dreimal in Folge konnte der HSV im Angriff den Ball nicht versenken, was auf der anderen Seite dem Gastgeber im Gegenzug gelang. Das 18:14 (36.) war danach so etwas wie der Knackpunkt im Spiel. Im eigenen Angriff ging den 28-ern ein wenig die Disziplin verloren, womit bereits eher halbe Chancen unvorbereitet genutzt werden sollten. So landete vieles an Pfosten, Latte oder am gegnerischen Keeper. Insgesamt mutierte die Partie letztlich zum krassen Spiegelbild des letzten Auswärtsspiels in Werdau, wo ebenfalls nach starker erster Hälfte im zweiten Durchgang die Erfahrung fehlte, die Leistungsmöglichkeiten weiterhin abzurufen. Zwar konnte Coach Gaukel seiner Sieben bescheinigen, kämpferisch alles gegeben zu haben, jedoch ließ man sich insgesamt von der gegnerischen, teilweise fast schon überharten Gangart und zwei oder drei weiteren Nebensächlichkeiten zu sehr von der eigenen spielerischen Linie abbringen. Selbst wiederholtes Überzahlspiel konnte nicht genutzt werden. Mit nur sechs Treffern im zweiten Durchgang im Vergleich zu 14 in Halbzeit eins war so nichts mehr zu gewinnen und man fuhr am Ende wieder mit leeren Händen nach Hause.