Frauen im Pokalfinale
Die Pokalauftritte der Handballfrauen des Zwönitzer HSV 1928 haben seit der Jahrtausendwende eigentlich eine ganz ordentliche Tradition. Den letzten vollen Erfolg feierten die 28-erinnen im Jahre 2005, als man im Finale den favorisierten HSV Marienberg II mit einem denkwürdigen 16:15-Sieg in die Knie zwang und die begehrte Trophäe nach Zwönitz holte. Es folgten im darauf folgenden Jahr immerhin erneut die Finalteilnahme und in der Saison 2007/2008 scheiterte man erst im Halbfinale. In der aktuellen Saison 2010/2011 ist nun wieder Showtime. Am Samstag bezwangen die HSV-erinnen ungefährdet im Halbfinale den SSV Lichtenstein mit 30:19 (11:10) und zogen wiedereinmal ins diesjährige Pokalfinale ein. Gegner ist brisanterweise das Team von der SG Nickelhütte Aue, das zwar mit Zwönitz recht gut befreundet ist, jedoch haben bekanntlich Lokalderbys immer wieder ihre besonderen Reize. Im Halbfinalspiel hatten die Spielerinnen um Kapitän Anke Schmiedel nur in der ersten Halbzeit leichte Sorgen. Zwar lag man gegen die zwei Klassen tiefer spielenden SSV-erinnen durch augenscheinliche individuelle Vorteile teilweise mit bis zur drei Treffern in Front, jedoch peitschten die rund 30 mit angereisten Gästefans ihre Sieben immer wieder nach vorn.



Mit Kampf und Einsatz kämpften sich die Lichtensteinerinnen so immer wieder heran, konnten in der 27. Minute gar zum 10:10 ausgleichen und gingen nur mit einem knappen Rückstand zur Halbzeit. Nach der Pause änderte sich dieses Bild allerdings dann zusehends. Dem guten Zwönitzer Start mit einem 3:0 zum 14:10 (34.) folgten zwar noch einmal zwei Gästetreffer zur Resultatsverkürzung auf 12:14 aus Sicht des SSV. Danach allerdings verdonnerte der HSV den Angriff des Bezirksklassevertreters einige Zeit zur Wirkungslosigkeit. Mit schönen Kontern erspielte man sich auf dieser Basis einen 6:0-Zwischenspurt, womit nach 47 Minuten beim 21:14 sicherlich keiner der knapp 100 Zuschauer mehr an einen anderen Spielausgang glaubte als letztlich auch erwartet wurde. In den verbleibenden Minuten mühte sich der Gast zwar weiter redlich, hatte aber zu wenig Durchschlagskraft, um das Team um Coach Heike Oelschlägel noch irgendwie in Verlegenheit zu bringen. Mit dem klaren Vorsprung im Rücken spielte man nun gegen die junge Gästesieben die eigene Routine aus und gewann am Ende mit 30:19 noch deutlich. Damit ist der Einzug ins Finale perfekt und man darf hier auf ein spannendes Spiel gespannt sein. Zwar rangieren die Gegnerinnen aus Aue in der Bezirksliga drei Plätze vor Zwönitz, insgesamt stehen die beiden Teams jedoch auf Augenhöhe und es dürfte über Sieg oder Niederlage die Tagesform entscheiden.
Zwönitz: Kleiber, Hartenstein; Reuther (1), Werner (8/3), Tolonics (2), J. Schmiedel (6), Hirsch (5), Schurzmann (3) Richter (1), A. Schmiedel (1), L. Schmiedel (3)
7m: Zwönitz: 5/4 Lichtenstein: 8/7