Zwönitzer Teams eine Runde weiter
Die Frauen des Zwönitzer HSV 1928 und die Männer des HSV II haben am Wochenende ihre Aufgaben im Bezirkspokal gemeistert und sind jeweils ins Viertelfinale eingezogen. Während die Männer ihrer Favoritenrolle beim Kreisligisten VfB Flöha II mit dem 36:18 (17:11)-Sieg gerecht wurden, gab es bei den Damen im Bezirksligaduell in Oederan erst nach zweimal Verlängerung das glücklichere Ende mit dem 30:26 (11:8, 20:20, 24:24)-Sieg beim gastgebenden HV. Dabei war der Erfolg der Spielerinnen um Coach Heike Oelschlägel eine gelungene Revanche für die Pleite beim ersten Saisonspiel zuhause gegen die Oederanerinnen. Im Gegensatz zu diesem Spiel war aber auch die Angriffseffektivität deutlich verbessert. Gerade im ersten Durchgang lag man ständig in Führung, hatte beim 10:5 (24.) gar einen Vorsprung von fünf Treffern. Leider sollte sich dies in der zweiten Halbzeit ändern. Der Gastgeber wurde nun stärker, profitierte allerdings auch von einer viel größeren Anzahl technischer Fehler und Fehlwürfen, die die Erzgebirglerinnen nun fabrizierten. So schmolz der Vorsprung langsam aber stetig. Beim 18:19 sah man sich kurz vor Ende der regulären Spielzeit gar erstmalig im Rückstand, mit einem 20:20 ging es dann aber doch in die Verlängerung. Diese sollte zunächst noch keine Vorteile für eine von beiden Seiten bringen. Ständig wechselte die knappe Führung, was folgerichtig auch das 24:24-Unentschieden nach der ersten Verlängerung nach sich zog.



War es ein wenig mehr Fortune, größere Kraftreserven einer gut wie selten gefüllten Wechselbank des HSV zu verdanken oder was auch immer - auf alle Fälle gab es für Zwönitz eingangs der zweiten Verlängerung ersteinmal einen Dreierpack zur 27:24-Führung. Dies zeigte sichtlich Wirkung bei den Gastgeberinnen. Zwar einsatzstark, aber insgesamt ohne Linie versuchte man, den Rückstand wieder zu verringern. Dies gelang letztlich nicht mehr. Clever verwalteten die Oelschlägelschützlinge ihre Führung und zogen so nach dem Spielverlauf insgesamt sicherlich verdient in die nächste Pokalrunde ein. Die junge Sieben des HSV II hatte beim drei Ligen tiefer einsortierten VfB Flöha II keine Probleme, das Spiel zu bestimmen. Zu klar waren die Leistungsvorteile. Allerdings musste man sich in Hälfte eins zunächst einer sehr harten Gangart der Gastgeber erwehren, die mit allen Mitteln versuchten, die junge Gaukelsieben mit auch unfairen Attacken zu beeindrucken. Glücklicherweise spielten die Erzgebirgler diszipliniert und teilweise auch sehenswert ihre Vorteile in Schnelligkeit und Technik aus und lagen schon zur Pause beim 17:11 klar vorn. Im zweiten Durchgang nun brachen auf VfB-Seite alle Dämme. Zunehmend ihre eigene Chancenlosigkeit realisierend wurde man von den 28-ern, die von den zahlreichen Kontermöglichkeiten jetzt reichlich Gebrauch machten, förmlich überrollt. Am Ende war es ein deutlicher Kantersieg, der auch für die Meisterschaft weiter Selbstvertrauen bringen sollte.