Vier-Punkte-Duell nach großem Kampf gewonnen

Bis in die Haarspitzen motiviert und mit einer kämpferisch überragenden Mannschaftsleistung haben die Handballer des Zwönitzer HSV 1928 das enorm wichtige Heimspiel gegen den ZHC Grubenlampe mit 25:21 (14:11) gewonnen. Dabei hatten die Gäste wirklich alles aufgefahren, was man hatte, um dieses für die Zwickauer in Sachen Klassenerhalt so bedeutsame Spiel zu gewinnen. So sahen sich die 28-er mit Michael Hätterich, Carsten Kusch, Lars Lindner, Thomas Heidrich, Peter Dutschke und Enrico Olzmann über große Strecken des Spiels namhafter Spieler vergangener Tage mit Regional- und gar Zweitligaerfahrung gegenüber. Allein es nutzte den Westsachsen nichts. „Meine Mannschaft wusste, worum es ging und hat entsprechend stark gespielt. Schade nur, dass wir nach dem 7:2 wieder in unser individuelles Klein-Klein verfallen. Wenn wir das weglassen, ist das Spiel schon viel früher entschieden", war Coach Frank Riedel insgesamt zufrieden mit seiner Mannschaft, haderte lediglich mit den genannten Undiszipliniertheiten. Von Beginn an ließen die 28-er mit starker Defensiver und endlich einmal wieder einer gnadenlosen zweiten Welle keinen Zweifel aufkommen, wer als Sieger vom Parkett gehen sollte. Das 1:0 durch Marcus Schuster konnte Michael Hätterich noch ausgleichen, danach sah die Zwickauer Offensive gegen das flinke und stellungssichere Zwönitzer Abwehrgefüge lange Zeit keinen Stich mehr. Mit schönem Tempohandball verwerteten die HSV-er wiederholt Zwickauer Angriffsfehler mit schnellen Kontern und konnten damit nach 14 Minuten beim 7:2 beruhigenden Blickes zur Anzeige schielen.

   


 

Einige überhastet und damit erfolglos abgeschlossene Angriffe der Erzgebirgler luden danach den ZHC zum Kontern ein. Da Zwönitz auf diese Art 10 Minuten lang nur ein Treffer gelang, konnte dies der Gast mit seinen individuell starken Spielern zum 8:8-Ausgleich (22.') nutzen. Glücklicherweise fing sich der HSV wieder, besann sich auf seine spielerische Qualitäten. Wiederholt war man nur auf Kosten eines Siebenmeters zu stoppen, die allesamt sicher versenkt wurden. So konnten sich die gut 250 Zuschauer beim 14:11 zur Pause doch noch relativ entspannt ihren Halbzeitaktivitäten widmen. Die zweite Halbzeit schloss sich recht nahtlos an den letzten Minuten des ersten Durchgangs an. Zwönitz dominierte den Gast zwar nicht mehr so wie zu Beginn der Partie, hielt den Vorsprung jedoch weitestgehend konstant. Nach der 45. Minute konnte man sich noch einmal in der Defensive entscheidend stabilisieren. Minutenlang gelang den Gästen im Angriff gar nichts mehr, was dazu führte, dass die 28-er dem Halbzeitvorsprung noch das eine oder andere Törchen draufsetzen konnte. Beim 22:17 (51.) war dann wohl eine kleine Vorentscheidung gefallen. Die Zwickauer gaben zwar noch einmal alles, verkürzten vier Minuten vor Ultimo auf 20:23 aus ihrer Sicht. Allerdings war der HSV clever genug, in den Schlussminuten nichts mehr anbrennen zu lassen und feierte am Ende einen hochverdienten Sieg.

Zwönitz: Ranft, Stopp; Köppa (3), Kinder, F. Schuster, Hartenstein (6), M. Schuster (4), Köhler (7/2), Süß, Brömmer (4/1), Sajenev (1)

7m: Zwönitz: 7/5 Zwickau: 4/1

2min: Zwönitz: 4 Zwickau: 5 / 1 Disq.