Zwönitz mit erster Heimniederlage

Mit 27:34 (14:16) gegen den SV Koweg Görlitz verloren die Handballer des Zwönitzer HSV 1928 nun auch ihr erstes Heimspiel der aktuellen Sachsenligasaison. Vor einer mit knapp 300 Zuschauern so zahlreich wie lange nicht anwesenden Fangemeinde war der HSV nur in den ersten 10 Minuten Herr auf dem Parkett. An der kämpferischen Einstellung der 28-er hatte es sicherlich nicht gelegen. Allerdings war die Angriffsgestaltung insbesondere in der zweiten Hälfte zu harmlos, als dass die Niederlage hätte vermieden werden können. "Die Mannschaft hat alles gegeben. Mehr ist mit dem aktuell verfügbaren Personal und unter den gegebenen Trainingsbedingungen nicht drin", schätzte Coach Frank Riedel die Situation nach dem Spiel kritisch ein. Insbesondere mit den verletzt fehlenden Tomas Martinek und Denny Brömmer auf den Halbpositionen und Rechtaußen Tony Kinder waren wichtige Optionen in der Angriffsgestaltung nicht verfügbar und konnten wie bereits zuletzt in Aue auch diesmal nicht kompensiert werden. Die Partie selbst begann eigentlich nach dem Geschmack der Fans. Nach acht Minuten hieß es 4:1 aus Zwönitzer Sicht. Allerdings brachten zwei etwas harte Zeitstrafen die Gäste besser ins Spiel. In doppelter Überzahl gelang Koweg der 3:4-Anschluss, dennoch war beim 6:4 (12.) für Zwönitz noch alles im grünen Bereich. Die folgenden drei Angriffsversuche waren danach aber leider erfolglos, was die Gäste nunmehr ihrerseits mit drei Treffern in Folge zu ersten eigenen 7:6-Führung nach der Anfangsviertelstunde nutzten.

   


 

Der HSV blieb danach zwar dran, allerdings war Görlitz nun im Spiel und konnte eine knappe 16:14-Halbzeitführung mit in die Kabine nehmen. Die Gäste kamen auch zu Beginn von Hälfte zwei etwas besser in die Partie und erhöhten auf 15:18. Zwönitz gab noch einmal Vollgas, schloss auf zum 18:19 (39.), danach allerdings nahm das Unheil zunehmend seinen Lauf. Das Abwehrgefüge der Gäste bekam die Angriffsbemühungen 28-er immer besser in den Griff, die erneut viel zu häufig gewählte Option von überraschenden Schlagwürfen wurden zumeist Beute eines guten Peer Purschke im Koweggehäuse, zwei Siebenmeter wurden vergeben und so zog der SV in dieser Phase mit fünf Treffern in Folge auf ein wohl vorentscheidendes 18:24 (46.) davon. Auch danach hatten die Gäste mit dem baumlangen Kai Vogt sowie Radim Vanek auf dem Halbpositionen sowie einem konterstarken und von Linksaußen treffsicheren Marco Brendler die besseren Argumente auf ihrer Seite. Zwar keimte beim Treffer zum 24:29 (50.) per Konter durch Marcus Schuster noch einmal ein wenig Hoffnung unter den Fans, jedoch war Koweg abgezockt genug, den Vorsprung sicher nach Hause zu bringen und am Ende sogar ein wenig noch zu erhöhen.

Zwönitz: Stopp, Ranft; Köppa (2/1), F. Schuster (1), S. Köhler, Bär (1), Hartenstein (3), Becher, M. Köhler (12/2), Sajenev (4), M. Schuster (1), Süß (3)

2min: Zwönitz: 9 Görlitz: 10

7m: Zwönitz: 7/3 Görlitz: 6/5