Zwönitzer Bezirksligisten holen erste Heimpunkte
In den beiden einzigen Spielen der Handballer des Zwönitzer HSV 1928 haben die Bezirksligisten am Wochenende endlich auch die ersten Zähler in der noch jungen Serie auf eigenem Parkett einfahren können. Bislang nur auswärts mit zählbarem besegnet, gewannen die Frauen relativ sicher mit 26:23 (13:12) gegen die zweite Mannschaft des SV Chemie Zwickau, auch die Männer des HSV II konnten den Rodewischer Handballwölfen beim 39:37 (20:19)-Sieg erfolgreich den Zahn ziehen und bewegten sich analog der Damen in der Tabelle wieder ein wenig nach oben. Die Partie der Frauen entschied sich in einer starken Phase der 28-erinnen zwischen der 40. und 50. Minute. Zuvor ging es im gesamten ersten Durchgang knapp zu. Zwar war der HSV zumeist knapp vorn, aber die ehrgeizigen Gäste konnten stets dran bleiben, was insbesondere einer Zwönitzer Abwehr zu verdanken war, die man durchaus schon sattelfester gesehen hatte. Damit war der knappe 13:12-Pausenstand folgerichtig und ließ für Durchgang zwei alle Optionen offen. In den zweiten 30 Minuten wurde es mit dem erwähnten Manko zunehmend besser. Den Gästen gelang im eigenen Angriff auf Grund einer verbesserten HSV-Defensive nun sichtlich weniger. Nach abgefangenen Bällen marschierten die 28-erinnen mit schönen Tempogegenstößen nach vorn. Scheiterte man zunächst noch an der Zwickauer Torfrau, waren die schnellen Konter ab der 35. Minute nun endlich erfolgreicher. Vom 15:13 (35.) setzte man sich nun Tor um Tor ab. Nach dem Treffer zum 23:16 (50.) zweifelte dann keiner mehr am vollen Erfolg des HSV. Wenngleich die Erzgebirglerinnen ob der sicheren Führung in den Schlussminuten wieder etwas nachlässiger in der Abwehr agierten, geriet der Sieg nicht mehr in Gefahr.



Ein munteres Torewerfen
begleitete das Spiel der jungen Sieben vom HSV II gegen die eher erfahrenen
Gäste von den Rodewischer Handballwölfen. Dabei sollten auch die trotz überwiegend
Sonderbewachung erzielten 15 Treffer des regionalligaerfahrenen Steffen Schnabel
für die Gäste diesmal nicht ausreichen, die Pluspunkte mit ins Vogtland zu
nehmen. Lagen die Rodewischer in der ersten Hälfte zumeist noch in Front,
sollte sich doch die über 60 Minuten zelebrierte offensive Deckungsvariante
der HSV-er mit zunehmender Spieldauer auszahlen. Das erste Achtungszeichen
gelang den Zwönitzern bei anfänglichen ständigen Rückständen nach 25 Minuten.
Endlich konnten erste Ballverluste der Gäste provoziert werden. Marcel Otto
war es vorbehalten, mit drei Kontern in Folge die erste 18:17-Führung der
HSV-er herauszuwerfen. Nach dem 20:19 zur Pause ging es im zweiten Durchgang
zwar zunächst weiter knapp zu, was die Gäste weiterhin ihrer One-Man-Show
eines Steffen Schnabel zu verdanken hatten. Aber dennoch war dies letztlich
zu wenig. Zum einen stand Marius Jakob im HSV-Dress mit am Ende 12 Treffern
seinem Gegenüber kaum nach und auch die Tatsache, dass die Erzgebirgler mit
ihrer tempointensiven Spielweise zunehmend an den konditionellen Reserven
ihrer Gäste nagten, sollte wohl letztlich spielentscheidend sein. In einer
entscheidenden Phase zwischen der 45. und 55. Minute gelangen den Parkettherren
beim Stand von 33:33 sechs Treffer in Folge zum 39:33 (55.), nicht zuletzt,
da HSV-Keeper Robert Börner jetzt auch den einen oder anderen Ball von Steffen
Schnabel zu fassen bekam. Damit war das Spiel zugunsten der Hausherren gelaufen,
die Gegentreffer in der Schlussphase waren nur noch Ergebniskosmetik aus Sicht
der Gäste.