Nichts zu holen in der Spitzenstadt
Nichts zu holen gab es für die Handballer des Zwönitzer HSV 1928 in ihrer letzten Auswärtspartie der Saison beim HC Einheit Plauen. Mit dem 23:33 (9:18) fiel das Ergebnis sicherlich das eine oder andere Törchen zu hoch aus, jedoch an einer wirklich richtigen Chance auf ein knappes Ergebnis schnupperten die 28-er lediglich einmal nach 20 Minuten, als man beim 8:10 dreimal die Möglichkeit hatte, auf ein Tor zu verkürzen oder gar auszugleichen. "Mir fehlten heute einfach die Alternativen, da der eine oder andere meiner Spieler auch noch einen schwarzen Tag erwischte", meinte Coach Frank Riedel nach der Partie mit Blick auf die fehlenden Falk und Marcus Schuster sowie Denny Brömmer. Es war ein ausgesprochen unausgeglichenes Spiel, in dem sich beide Teams trotz des am Ende klaren Endstands mit dominanten Phasen regelrecht abwechselten. Die Erzgebirger leisteten sich einen klassischen Fehlstart. Entgegen der meisten Spiele präsentierte sich die Zwönitzer Defensive zu Beginn als ausgesprochen unaufmerksam. Da vorn zunächst auch noch nicht viel ging, stand es nach 3 Feldtoren, 2 Kontern und einem Siebenmeter bereits nach fünf Minuten 6:0 für die Parkettherren. Danach kam der HSV endlich besser ins Spiel, zeigte seine Stärken in der Defensive mit einem guten Thomas Ranft im Tor.



So erspielte sich Zwönitz bis zur 20. Minute klare Vorteile und kam bis auf 8:10 an die Vogtländer heran. Als sollte es jedoch zuviel des Guten gewesen sein, konnte man die letzten 10 Minuten vor der Pause getrost unter der Rubrik kollektives Versagen einordnen. Da klappte weder konstruktives im Angriff noch war etwas von der entschlossenen Bereitschaft erkennen, wenigstens die schnellen Tempogegenstöße des HC zu unterbinden. So ging es denn schon mit einem richtungsweisenden 9:18 aus Zwönitzer Sicht in die Pause. Es dauerte nach Wiederanpfiff noch bis zum 21:9 (36.), bis die Erzgebirger endlich begannen, etwas gegen das sich anbahnende Debakel zu unternehmen. Die folgenden 12 Minuten waren danach allerdings recht sehenswert. Mit einem klassischen 7:0 zur Resultatsverbesserung von 16:21 (46.) aus Zwönitzer Sicht zeigte man schon, dass man trotz des dünnen Kaders durchaus in der Lage gewesen wäre, am Ende ein besseres Ergebnis hinzubekommen. In der Abwehr wieder aufmerksam und mit einer effektiven Chancenverwertung nötigte man Plauens Trainer Fuchs tatsächlich noch einmal zur Auszeit. Leider nagte diese wohl erneut am Zwönitzer Willen, sich noch einmal zu schinden, auch am verbleibenden Rückstand von 5 Treffern noch einmal herumzuknabbern. So ließen die 28-er in den letzten 10 Minuten sichtlich wieder in ihrer Einsatzbereitschaft nach und mussten am Ende nach einer insgesamt fairen und von den Unparteiischen souverän geleiteten Partie doch noch eine deutliche Niederlage hinnehmen.
Zwönitz: Ranft, Stopp; Köppa, Kinder, Martinek (4), Hartenstein (5), Köhler (11/2), Süß A. Schuster (1), Sajenev (2)
7m: Plauen: 4/2 Zwönitz: 2/2
2min: Plauen: 2 Zwönitz: 2