Weihnachtspause nicht gut verdaut
Den Sachsenligahandballern des Zwönitzer HSV 1928 hat die etwas über vierwöchige Pause nach dem starken Spiel zuletzt gegen den HC Einheit Plauen offensichtlich alles andere als gut getan. Zum Rückrundenauftakt auswärts beim HSV Dresden gab es eine deftige 22:37-(7:18)-Dusche. In spielerischer Hinsicht und mannschaftlicher Geschlossenheit waren die Erzgebirgler an diesem Tag den Elbflorenzern, mit denen man sich normalerweise auf Augenhöhe begegnet, klar unterlegen. Die sonst gute Abwehrarbeit offenbarte Lücken wie selten und in der Offensive lief der Ball nicht schnell und kontrolliert genug über Kombinationen, womit die Durchschlagskraft fehlte. Bereits nach knapp fünf Minuten sah sich die Zwönitzer Bank zur ersten Auszeit genötigt. Da hatte Keeper Sören Stopp beim 0:5 aus Zwönitzer Sicht bereits fünf Mal hinter sich greifen müssen. Einfache Offensivfehler und fehlendes Umkehrspiel ermöglichte den Hausherren simple Kontertore. Den Rest erledigte das konsequente Dresdner Spiel über die beiden Außenspieler, die ihre Chancen allesamt versenken konnten. Auch nach der Auszeit erhöhten die Parkettherren weiter auf 7:0, ehe Zwönitz endlich den ersten Treffer markieren konnte. Mit dieser schlimmen Anfangsphase war das Spiel nach 12 Minuten beim Stand von 10:1 praktisch gegessen. Danach wurde es für die Erzgebirgler zwar allmählich besser und man konnten so etwas wie Ausgeglichenheit erzielen, allein der 7:18-Pausenrückstand war desaströs und ließ für den zweiten Durchgang schlimmes befürchten. Die Ängste der mitgereisten Zwönitzer Fans bewahrheiteten sich glücklicherweise nur teilweise.



Zwar war die wiederholt fehlende Abstimmung in der ungewohnt anfälligen Defensive weiter augenscheinlich, aber die Zwönitzer steckten nicht auf, wollten sich im zweiten Durchgang doch noch ein wenig rehabilitieren. Vermissten die Fans auch weiterhin die zuletzt im Plauen-Spiel phasenweise so wunderschön anzuschauenden Kombinationen, so wurde mit Kampf und Einsatz dieses Manko nun zumindest teilweise ausgeglichen. Damit wogte im zweiten Durchgang die Partie hin und her. Zwönitz konnte zwar nicht verkürzen, verhinderte aber wenigstens, dass sich der Rückstand nicht weiter vergrößerte (28:16, 46.'). In der Schlussviertelstunde wechselten ob der klaren Verhältnisse beide Teams nun munter durch, so dass alle Spieler zu Einsatz kamen. Am Gesamteindruck der Partie änderte allerdings auch diese Tatsache nicht allzuviel. Am Ende musste Zwönitz auch die zweite Halbzeit mit vier Treffern abgeben und fuhr mit einer klaren 22:37-Pleite wieder zurück ins Erzgebirge. In der kommenden Woche gilt es nun, in Anbetracht der folgenden drei richtungsweisenden Spiele gegen Zwickau, Delitzsch und Riesa den Trainingsrückstand wieder aufzuholen, um sich beispielsweise am kommenden Samstag um 15.30 Uhr zuhause im direkten Duell gegen den Tabellennachbarn vom ZHC Grubenlampe entscheidende Luft zu den Abstiegsplätzen zu verschaffen.
Zwönitz: Stopp; Köppa (3/2), Kinder, F. Schuster (1), Hartenstein (3), M. Schuster (1), M. Köhler (8), Brömmer (3/2), Becher (2), Süß (1), A. Schuster, Sajenev, Bär
7m: Dresden: 2/2 Zwönitz: 4/4
2min: Dresden: 6 Zwönitz: 6