Debakel im Derby
Mit der wohl schwächsten Vorstellung der letzten drei Jahre haben sich die Handballer des Zwönitzer HSV 1928 im Sachsenligaderby beim EHV Aue II eine deftige Niederlage abgeholt. Am Ende hieß es 16:27 (5:13) aus Zwönitzer Sicht, was insbesondere einer indiskutablen ersten Hälfte geschuldet war, in der es die HSV-er auf negativrekordverdächtige nur drei Feldtore brachten. Sicherlich spielte eine gewisse Rolle, dass Zwönitz drei verletzungsbedingte Ausfälle verkraften musste, aber gerade dies konnte in den letzten beiden Spielen eigentlich gut kompensiert werden. Vom Anpfiff weg war zu spüren, dass die EHV-Sieben bis in die Haarspitzen motiviert war, das Derby für sich zu entscheiden. Gegen die kompromisslos und einsatzstark zuwerke gehende Auer Defensive waren die braven Angriffsversuche der Zwönitzer nicht wirklich geeignet, erfolgreich abgeschlossen zu werden. So stand es nach 10 Minuten 5:2 für die Gastgeber. Bezeichnend für die Indisponiertheit der 28-er an diesem Tag war danach auch, dass man es selbst in zwei Überzahlsituationen 6 gegen 4 nicht vermochte, den Ball im Auer Gehäuse unterzubringen und sogar auch in diesen Phasen noch Gegentreffer verbuchen musste.



Insgesamt setzten die 28-er den aggressiv, allerdings nicht überhart zuwerke gehenden Auern zu wenig entgegen, als dass der bereits klare 5:13-Rückstand hätte vermieden werden können. Ob des klaren Pausenrückstands änderte sich im zweiten Durchgang am Gesamteindruck nicht allzuviel. Die 28-er agierten weiterhin viel zu zahm, leisteten sich zudem jetzt auch noch einfachste technische Fehler. So wurde es nichts mit der sicherlich angestrebten Ergebniskosmetik. Während Aue jeden Ballgewinn und jeden Treffer lautstark bejubelte, ergaben sich die 28-er ihrem Schicksal und spielten die zweiten 30 Minuten mehr oder weniger emotionslos herunter. So wurde es am Ende die sicherlich vermeidbare Klatsche, sie sicherlich zu verhindern gewesen wäre, hätte sich Zwönitz nicht von einer immens einsatzstarken Auer Sieben so derart beeindrucken lassen.
Zwönitz: Stopp, Ranft; Köppa (3), Kinder, S. Köhler, Bär, Hartenstein (3), M. Schuster (3) Becher, M. Köhler (6/2), Sajenev (1)
7m: Aue: 3/2 Zwönitz: 4/2
2min: Aue: 10 / 1 Disq. Zwönitz: 4