Nachwuchs solide, die "Großen" mit Flop
Lediglich die Nachwüchsler des Zwönitzer HSV 1928 konnten am Wochenende zählbares einfahren und ihre Spiele allesamt gewinnen. So gewannen die C-Jugendlichen Jungs um Coach Torsten Piefke gegen die NSG EHV/Nickelhütte Aue III in der Bezirksliga auswärts mit 24:22, wobei der Trainer dennoch die mitunter etwas fehlende Konsequenz und Entschlossenheit seiner Spieler kritisierte. Zwei schöne Erfolge verbuchten auch die Kleinsten des HSV von der gemischten E-Jugend. So gewann man am Sonntag die Vergleiche gegen die NSG Burkhardtsdorf/Thalheim haushoch mit 20:3 sowie gegen den SV Beierfeld mit 17:14 und führt damit weiter die Tabelle in der erweiterten Kreismeisterschaft an. Die Zwönitzer Frauen sowie die Männer des HSV II kamen in ihren Auswärtspartien der Bezirksliga mehr oder weniger klar unter die Räder. Die Damen verloren beim SV Chemie Zwickau mit 12:20 (2:12), die Männer unterlagen nach einer noch akzeptablen ersten Hälfte bei den Rodewischer Handballwölfen am Ende noch haushoch mit 27:43 (13:18). Was immer die Frauen um Trainerin Heike Oelschlägel vor der Partie zur sonntäglichen Mittagszeit zu sich genommen haben, es war in jedem Fall das Falsche. Mit einer vergleichsweise richtig gut gefüllten Wechselbank aufwartend brachten die 28-erinnen in Durchgang 1 keinen Fuß auf das Parkett. Der Treffer zum 1:2 per Siebenmeter nach 6 Minuten sollte für lange Zeit der einzige für Zwönitz bleiben. Technische Fehler und eine Vielzahl von Fehlwürfen wechselten sich mit einer Regelmäßigkeit ab, dass jedem Eingeweihten der Handballszene förmlich bange werden musste. Erst in der 26. Minute gesellte sich zum Treffer Nummer 1 tatsächlich noch ein zweiter hinzu, bei einem Halbzeitstand von 2:12 war damit freilich schon alles beredet.



Vergisst man die erste Hälfte, so ist man geneigt anzunehmen, dass sich unter
normalen Umständen das eigentlich anhand der Tabellensituation erwartete ausgeglichene
Spiel hätte entwickeln können. Jetzt mit einer etwas besseren Chancenverwertung
aufwartend blieb der Abstand im Großen und Ganzen konstant. Gefährden konnte
man die Gastgeberinnen allerdings zu keiner Sekunde mehr. Zwar gelang noch
eine leichte Ergebniskorrektur, allein an der sicherlich vermeidbaren klaren
Pleite änderte sich letztlich nichts mehr. Die zweite Männervertretung um
Coach Jürgen Gaukel fand im Gegensatz zu den Frauen gut in die Partie. Bis
zur 11. Minuten noch 5:3 hinten gelangen danach drei Treffer in Folge und
so stand es nach der Anfangsviertelstunde 6:5 aus Zwönitzer Sicht. Nun fanden
die erfahrenen Gastgeber aber dennoch zunehmend besser ins Spiel. Zwar quasi
ohne Wechselspieler personaltechnisch am Limit begannen die regionalligaerfahrenen
Oldies Chris Dathe und Steffen Schnabel, das Zwönitzer Defensivgefüge ein
um das andere Mal zu überwinden und so ging's doch noch mit einer klareren
13:18-Bürde für die 28-er zum Pausentee. Zu Beginn der zweiten Hälfte blieb
der Abstand zunächst weiter konstant. Nach dem 20:25 (40.) allerdings kam
insbesondere die HSV-Offensive völlig aus dem Tritt. Teilweise mit versuchter
Brachialgewalt, insgesamt jedoch zumeist viel zu überhastet, stellte man die
ausgebuffte Gastgeberabwehr 10 Minuten lang vor keinerlei Probleme. Da man
in dieser schlimmen Phase selbst 10 Tore kassierte, war beim 35:20 in der
50. Minute die Partie praktisch gegessen. Der Rest der Begegnung hatte danach
nur noch statistischen Wert, auch, weil die Erzgebirgler sich nun zunehmend
ihrem Schicksal ergaben.