Zwönitzer Frauen mit Kantersieg
Mit 29:13 (15:7) fegten die Handballerinnen des Zwönitzer HSV 1928 am Wochenende ihren Tabellennachbarn vom Burgstädter HC aus der Halle und dürften sich damit den Tabellenplatz sieben zwei Spieltage vor Ende der Bezirksligaserie 2010/2011 wohl vorzeitig gesichert haben. Trainer Jürgen Gaukel vom HSV II hingegen hatten nach einigen Spielen ohne größere Personalsorgen wiedereinmal mächtig umstellen müssen, da ihm quasi die gesamte Aufbaureihe fehlte. Dass dies gegen den Tabellenzweiten vom HC Annaberg-Buchholz nur kleine Erfolgsaussichten mit sich brachte, war einleuchtend. Mit der hohen 17:28 (9:18)-Pleite war er dennoch nicht einverstanden und sah als Hauptursache des Ganzen, dass seine Männer mit zu wenig Selbstvertrauen in die Partie gegangen sind. Von Beginn an ließen die Annaberger erkennen, dass sie beide Pluspunkte mit nach Hause nehmen wollten. Schnell durchschauten sie die Zwönitzer Angriffsmisere und nahmen den einzig noch verbliebenen Stamm-Aufbauspieler und Rückraumwerfer Heiko Schmidt kurzerhand per Pressdeckung aus dem Spiel. Die sich hier bietenden Lücken wurden vom Rest des HSV nicht konsequent genutzt und dass Schmidt Mitte der ersten Hälfte verletzt leider passen musste, machte die Situation nicht einfacher.



Nach dem somit bereits klaren Pausenrückstand durfte man gespannt sein auf den Verlauf von Hälfte zwei. Wenngleich natürlich kein strukturiertes Aufbauspiel zustande kommen konnte, mit Kampf und Leidenschaft wurden von den 28-er doch noch so einige Treffer "improvisiert". So gesellten sich nach dem 9-Torerückstand von Hälfte 1 nur noch zwei Treffer hinzu, was das Ganze am Ende dann doch nicht ganz so debakulös ausgehen ließ wie man es hätte nach der ersten Halbzeit befürchten können. Bei den Frauen erwischten die Gäste vom Bugstädter HC einen fürchterlichen Tag. Dies gepaart mit einer der besseren Saisonleistungen der 28-erinnen führte dann zu dem klaren Sieg, den man gegen den unmittelbaren Tabellennachbarn sicherlich so nicht erwarten durfte. Von Beginn an war die Zwönitzer Defensive hellwach und provozierte einen Fehler der Gäste nach dem anderen. Da die 28-erinnen diesmal vom Anpfiff weg schnelle Tempogegenstöße lief, was auch nicht alle Tage passiert, vergrößerte sich der Vorsprung zusehends. Beim 15:7 ging es sehr beruhigt zum Pausentee. Im zweiten Spielabschnitt änderte sich am Gesamteindruck nicht allzuviel. Weiterhin verinnerlichten die 28-erinnen, wie schön es ist, aus einer sicheren Abwehr heraus einfache Kontertore zu erzielen. So wuchs der Vorsprung beständig. War zu Beginn der zweiten 30 Minuten zu erkennen, dass die Gäste noch einmal wollten, so erlosch dieser Funken bald endgültig. Burgstädt ergab sich spätestens ab der 45. Minute mehr oder weniger seinem Schicksal, an diesem Tag nicht ansatzweise etwas reißen zu können.