Komplett aus dem Häuschen waren Fans und Mannschaft des Zwönitzer HSV 1928, als am Samstag bei der HSG Freiberg 3 Sekunden vor dem Schlusssignal der Ausgleichstreffer zum 23:23 (12:10)-Endstand gelang. Tony Kinder war es vorbehalten, den Ball per Konter zum hochverdienten Remies zu versenken, nachdem er 25 Sekunden zuvor die gleiche Chance noch an den Pfosten gesetzt hatte. Lange Gesichter hingegen gab es beim ambitionierten Aufstiegskandidaten in die mitteldeutsche Oberliga, der in der ersten Hälfte ohne ihren Spielertrainer Tancos teilweise mit fünf Treffern zurück lag. Erst als sich der Tscheche mit Beginn der zweiten Halbzeit selbst einwechselte, brachte er seine Freiberger in die Erfolgsspur zurück, die in der HSG-Führung von 21:17 in der 49. Minute gipfelte. Mit einer Pressdeckung gegen Tancos kamen die Erzgebirgler allerdings in den Schlussminuten nocheinmal zurück und holten sich letztlich den hochverdienten Punkt. „Ich wäre auch zufrieden gewesen, hätten wir am Ende knapp verloren. Wichtig ist, dass die Mannschaft endlich wieder 60 Minuten das abgerufen hat, was sie kann. Dann kommt auch mal so ein Unentschieden, das wohl kaum einer erwarten konnte", lobte Coach Frank Riedel die Leistung seiner Mannschaft, die in keiner Sekunde an das schwache Auftreten von der vergangenen Woche beim Delitzscher Juniorteam erinnerte. Die Führung zum 1:0 durch Uwe Lange sollte lange Zeit die letzte für die Freiberger Heimmannschaft gewesen sein. Leidenschaftlich agierten die 28-er wieder in der Defensive, womit genau das passierte, was den HSV in vielen Spielen stark gemacht hatte. In den ersten 25 Minuten gelangen den Parkettherren nur sechs Treffer. Der HSV hingegen, der erneut ohne den im Riesa-Spiel verletzten Tomas Martinek auskommen musste, spielte seine Angriffe clever und diszipliniert aus, fand immer wieder Lücken in der HSG Defensive und führte zu diesem Zeitpunkt mit 11:6. Erst als den Erzgebirglern gegen Ende der ersten Hälfte ein paar technische Fehler unterliefen, kam Freiberg wieder besser ins Spiel zurück und konnte noch zum 12:10-Pausenstand aus Sicht der Zwönitzer aufschließen.



30.11.2009
HSV wieder in der Spur
HSG Freiberg : Zwönitzer HSV 1928 23:23 (10:12)
Die ersten 15 Minuten der zweiten Hälfte standen dann komplett im Zeichen des sich selbst einwechselnden Freiberger Trainers Jiri Tancos. Immer wieder setzte der Tscheche gekonnt und sehenswert seine Mitspieler ein und markierte clever im 1:1-Verhalten selbst vier Treffer. Obwohl die 28-er einsatzstark gegenhielten, konnte man somit nicht verhindern, das die HSG nach dem 15:15 (41.) mit drei Treffern in Folge zum 18:15 davonzog. Zwar kam der HSV wieder zum 17:18 heran, danach allerdings sah es mit den nächsten drei HSG-Treffern in Folge und dem daraus resultierenden 17:21-Rückstand (49.) doch so aus, als sollte Zwönitz mit leeren Händen nach Hause fahren. Aber es sollte anders kommen. Mit der in den letzten 10 Minuten verordneten Pressdeckung gegen Tancos kamen die 28-er wieder ins Spiel zurück. Clever ein Überzahlspiel nutzend gelangen vier Tore in Folge zum 21:21-Ausgleich (55.). Per Konter hatte man dann sogar die Möglichkeit zur Führung. Selbige wurde leider leichtfertig vergeben und Freiberg zog wieder mit 23:21 in Front. In den an Spannung kaum zu überbietenden drei Schlussminuten waren es aber nocheinmal die Zwönitzer, die in der Defensive quasi dicht machten. Zunächst per Siebenmeter zum 22:23 erfolgreich landete einen Angriff später, aber bereits 28 Sekunden vor Ultimo die erste Zwönitzer Ausgleichschance am Pfosten. Freiberg nahm noch einmal Auszeit. In den letzten 25 Sekunden gingen die Erzgebirgler zur Manndeckung über. Sieben Sekunden vor dem Schlusssignal entschieden die über 60 Minuten guten Unparteiischen auf passives Spiel und in dem darauf folgenden Konter nutzte Tony Kinder letztlich seine zweite Chance zum vielumjubelten Ausgleich.
Zwönitz: Ranft, Stopp; Kinder (2), F. Schuster (3), Vit (7/3), Hartenstein (1), M. Schuster (1) Becher, M. Köhler (8), A. Schuster, Sajenev (1)
7m:Freiberg:
3/3 Zwönitz: 4/3
2min: Freiberg:
9 Zwönitz: 4 / 1 Disq.
be.