Ihren höchsten Saisonsieg feierten die Handballer des Zwönitzer HSV 1928 am vergangenen Wochenende in ihrer Partie gegen den Lokalrivalen vom EHV Aue II. Mit 35:20 (18:9) deklassierte man die Bundesligareserve aus Aue vor begeisterten über 300 Zuschauern eindrucksvoll und bleibt damit weiterhin auf einem starken vierten Tabellenrang in der aktuellen Oberligasaison. „So einen klaren Sieg hat die Mannschaft auch mal gebraucht und sich absolut verdient. Mich freut insbesondere, dass wir in jeder Formation auf der Höhe des Geschehens geblieben sind" resümierte HSV-Coach Frank Riedel hochzufrieden, nachdem er ab der 40 Minute beim 26:13 so nach und nach seine Anfangssieben auf die Bank beorderte und jedem Spieler die Gelegenheit gab, sich auszuzeichnen. Mit einem über 60 Minuten anhaltenden und von den Fans am Ende mit stehenden Ovationen honorierten Handballfeuerwerk wurde diese Möglichkeit mit Leidenschaft und deutlich sichtbarer Spielfreude von seinen Männern auch reichlich genutzt. „Der klare Sieg der Zwönitzer geht sicher in Ordnung. Meine Mannschaft war heute technisch und taktisch in allen Belangen unterlegen und konnte nur zu Beginn des Spiels die Vorgaben umsetzen", schätzte Gästetrainer Kirsten Weber die Partie ein, in der er zwar 14 Spieler auf der Bank hatte, jedoch auf etwaige Anschlusskader der Zweitligamannschaft verzichten musste. So waren es zunächst die Gäste, die zu Beginn der Partie vorn lagen. Ein Konter über links, einer über rechts nach misslungenen Angriffsversuchen der HSV-er und schon lagen die wieselflinken Auer mit 2:0 nach drei Minuten vorn. Danach allerdings kamen die 28-er immer besser ins Spiel. Trotz leidenschaftlicher und sehr offensiv ausgerichteter EHV-Abwehr fand man erste Lücken in der Gästedefensive und konnte so nach 9 Minuten zum 4:4 ausgleichen. Was danach kam, war Zwönitzer Handball vom Feinsten.



30.01.2010
Höchster Saisonsieg im Derby
Zwönitzer HSV : HC Einheit Plauen 35:20 (18:9)
Das wieder aufgebaute Abwehrbollwerk ließ in den kommenden 12 Minuten nur zwei Treffer für die Auer zu. Mit Temposchärfe und Druck von allen Positionen düpierte man nun die EHV- Abwehr um Keeper Michael Hilbig ein um das andere Mal und zog über ein 8:4 (14.) bis zur 22. Minute sicherlich bereits vorentscheidend mit 14:6 in Front. Die beruhigende 18:9-Pausenführung nach sehenswerten Kontern in der Schlussphase der ersten Halbzeit ließ danach sicherlich auch den ärgsten Pessimisten nicht mehr an einem aus Sicht der 28-er positiven Endergebnis zweifeln. In dem über 60 Minuten sehenswerten, temposcharfen und von den Unparteiischen gut geleiteten Derby knüpften die 28-er auch im zweiten Durchgang nahtlos an ihre starke erste Hälfte an. Dem Treffer zum 20:11 (32.) folgte ein weiterer Fünferpack zum 25:11 in der 40. Minute. Trotz des klaren Rückstands steckten die Auer allerdings nie auf und versuchten, das Debakel noch in Grenzen zu halten. Dennoch hatten die 28-er auch weiterhin zumeist die besser Antwort, ganz gleich, was die Gäste auch versuchten. Im Gefühl des sicheren Vorsprungs ließen die Zwönitzer in der Schlussphase dann zwar doch die eine oder andere Chance liegen, am klaren Sieg gab es schlussendlich aber nichts mehr zu rütteln. Am Ende stand damit ein 35:20-Ergebnis zu Buche, das für die schwere Auswärtsaufgabe am kommenden Wochenende beim HSV Dresden reichlich Selbstvertrauen geben sollte.
Zwönitz:
Stopp, Ranft;
Köppa (1), Kinder, F. Schuster (3), Martinek (10/4), Vit (5), Hartenstein
(6), M. Schuster (3), Köhler (6/1), Sajenev (1)
Aue: Hilbig,
Oertel, Raupach;
Meyer (1), Onemichl (2), Wetzel, Lenzendorf (1), Otto (1), Salzer (1) Streng
(3), Scherf, Baumgarten (6), Gerschler (1), Nebel (4/2)
2min: Zwönitz: 3 EHV: 7 / 2 Disq.
7m: Zwönitz: 5/5 EHV: 4/2
be.