Mit einer überragenden Vorstellung haben die Handballer des Zwönitzer HSV 1928 vor gut 300 begeisterten Fans ihr vorletztes Heimspiel der zuende gehenden Oberligasaison 2009/2010 gewonnen. Mit 26:24 (11:8) bezwang man dabei den Tabellendritten von der HSG Freiberg, wobei das relativ knappe Ergebnis den Bergstädtern noch ein wenig schmeichelt, waren die Messen doch spätestens beim 25:18 (54.) unter normalen Verhältnissen schon gelesen. Bei mehr Konzentration und Cleverness in den Schlussminuten seitens der HSV-er, als die HSG auf offene Manndeckung umstellte, hätte der Sieg sicherlich auch klarer ausfallen können. Jedoch war dies letztlich zweitrangig, denn zuvor lieferten die Erzgebirgler eine derart starke Leistung, dass die Gäste in ihren Angriffsbemühungen teilweise ratlos wirkten und beim 12:20 (46.) schon hoffnungslos im Rückstand lagen. Den besseren Start erwischten noch die Gäste. Trotz eines rappelvollen 14-köpfigen Aufgebots sahen sich die 28-er in deren Startformation sofort Spielertrainer Jiri Tancos gegenüber, womit man klar demonstrierte, dass man in Zwönitz nichts anbrennen lassen wollte und beide für den Aufstieg so wichtigen Pluszähler mit nach Freiberg zu nehmen gedachte. Entsprechend engagiert ging es in die Partie. Trotz zunächst 2:1-Führung (3.) für den HSV konnten Tancos, Kotulan, Klaco und Co die nächsten Minuten für sich gestalten. Kleine Abstimmungsprobleme im Defensivverbund der Zwönitzer ausnutzend stand es 5:2 aus Sicht der Freiberger nach zirka elf Minuten. Danach allerdings machte die Zwönitzer Abwehr Ernst. Immer besser bekam man die Gästeangriffe in den Griff. Kleinste Offensivfehler der HSG bestrafte Zwönitz mit sehenswerten Kontern. So konnten die 28-er bis zur Halbzeit noch neun Treffer im von einem guten Tino Hensel gehüteten Freiberger Tor unterbringen, während die Gäste nur noch dreimal trafen und so einen 8:11-Rückstand mit zum Pausentee nehmen mussten. In der zweiten Hälfte knüpften die 28-er nahtlos an den ersten 30 Minuten an.



27.03.2010
Tabellendritter ohne Chance
Zwönitzer HSV : HSG Freiberg 26:24 (11:8)
Während die Gäste in ihren Offensivbemühungen mitunter ratlos gegen die flinke HSV-Abwehr wirkte und zudem begannen, mit ihren wenigen guten Chancen auch noch an einem immer stärker werdenden Thomas Ranft im HSV-Gehäuse zu scheitern zogen die Parkettherren Tor um Tor davon. Nach dem Treffer zum 20:12 (46.) durch Tomas Martinek hatte Freibergs Trainer Tancos offensichtlich genug. Zunächst mit einer offensiven 4:2-Deckung versuchte man das Spielchen umzudrehen, die Zwönitzer zu Offensivfehlern zu zwingen, um über Konter erfolgreich zu sein. Als auch dieses Konzept beim 23:17 (53.) noch nicht wirklich die ersehnte Wirkung zeigte, ging die HSG in den letzten sieben Minuten per Manndeckung zum Alles oder Nichts über. Zwar provozierte der HSV nun tatsächlich ein paar leichtsinnige Offensivfehler, dennoch konnten die Zwönitzer die eine oder andere sich bietende Lücken nutzen, um spätestens beim 26:21 ca. drei Minuten vor Ultimo den Sack zuzubinden. Angesichts der klaren Führung nutzten die Freiberger die nun endgültig nachlassende Konzentration der Gastgeber noch zu den Treffern 22, 23 und 24, wirklich gefährden jedoch konnte man den hochverdienten Erfolg der Erzgebirgler nach einem insgesamt fairen und von den Unparteiischen gut geleiteten Spiel nicht mehr.
Zwönitz: Ranft, Beckmann; Köppa, Kinder (1), F. Schuster (3), Martinek (7), Vit (10/5) Hartenstein (2), M. Schuster, Köhler (2), Sajenev (1)
7m: Zwönitz:
5/5 Freiberg: 5/3
2min: Zwönitz: 3 Freiberg: 3 Schiedsrichter: Robert Hähle / Markus Uhlig (BSV
Limbach-Oberfrohna)