Die Oberligahandballer des Zwönitzer HSV 1928 lieferten am Wochenende in ihrem Auswärtsspiel beim LHV Hoyerswerda 45 Minuten lang eine Klassepartie ab. Zu diesem Zeitpunkt führten die Erzgebirgler nach teilweise Führung mit vier Toren noch mit 19:17, mussten sich aber in der Schlussviertelstunde doch noch mit 24:26 (14:12) geschlagen geben, da es leider nicht gelang, die taktische Disziplin bis zum Schlusssignal durchzuziehen. So trat man letztlich nach einem möglichen Punktgewinn am Ende doch noch mit leeren Händen die Heimreise an. „Ein Unentschieden wäre sicherlich verdient gewesen. Leider war in der Schlussphase vorn wie hinten der Faden weg, da haben wir die Punkte förmlich weggeschenkt", sah auch Coach Frank Riedel die Ursachen für die Niederlage in einem kollektiven Nachlassen seiner Mannschaft in der Schlussphase des Spiels. Selbiges begann zwar mit einem Doppelschlag der Gastgeber mit 2:0 gegen den HSV, aber diese Tatsache steckten die 28-er mühelos weg. Zwar war förmlich zu spüren, dass Hoyerswerda ihre Minimalchance auf den Aufstieg in die mitteldeutsche Oberliga mit Macht wahren wollte, aber nach dem 3:1 machten die Zwönitzer erstmals Ernst und gingen mit einem Dreierpack nach 6 Minuten mit 4:3 in Führung. Nach einem weiteren Doppelpack durch Sven Hartenstein zum 6:4 in der siebenten Minute sah sich Gastgebercoach Allonge bereits frühzeitig gezwungen, zur Auszeit zu greifen, um seine Mannen wieder zu ordnen. Wenngleich auch danach insbesondere die HSV-Defensive mit einem starken Thomas Ranft im Rücken weiter insgesamt vorbildlich agierte, konnten die Gastgeber mit sehr viel Druck von allen Positionen wieder ausgleichen und beim 11:10 knapp in Führung gehen. Unbeeindruckt davon machten die 28-er kurz vor der Pause allerdings nocheinmal hinten dicht, zogen mit erneuten drei Treffern in Folge mit 13:11 in Front und konnten beim 14:12 zur Pause ein Plus von zwei Treffern mit in die Halbzeit nehmen. Die zweite Hälfte begann nahezu perfekt für die 28-er. Nach 35 Minuten leuchtete ein 17:13 für Zwönitz von der Anzeigetafel, was sicherlich dem einen oder anderen der gut 250 anwesenden Gastgeberfans

   


27.02.2010
In der Schlussviertelstunde gescheitert

LHV Hoyerswerda : Zwönitzer HSV 1928 26:24 (12:14)

    

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

ein ungutes Gefühl in der Magengegend verursachte. Das darauf folgende Überzahlspiel für die 28-er sollte eigentlich geeignet erscheinen, das Torepolster noch ein wenig zu erhöhen und damit die Gastgeber an den Rand der Niederlage zu bringen. Allerdings versuchten es die 28-er in dieser Phase leider mit der vielzitierten Brechstange. Anstatt durchdachter Überzahlkombinationen wurde unvorbereitet und damit erfolglos geworfen und so waren es die Gastgeber, die zum 15:17 verkürzen konnten und danach eine Zeitstrafe gegen den HSV nutzten, wieder zum 17:17 (40.) auszugleichen. Nach einer darauf folgenden Auszeit durch Coach Frank Riedel gingen die Zwönitzer allerdings nocheinmal mit 19:17 (43.) in Führung. Zwar konnte man diese nicht behaupten, dennoch war eingangs der letzten 10 Spielminuten und dem Stand von 21:21 noch immer nicht geklärt, wer denn wohl als Sieger vom Parkett gehen würde. In der Schlussphase hatten aber letztlich die Gastgeber insgesamt die besseren Argumente. Angetrieben von ihren Fans trafen die LHV-er jetzt einfacher aus dem Rückraum, da Zwönitz in der Defensive nun doch die eine oder andere Schwäche zeigte. Im Angriff ging bei den 28-er auch nicht mehr allzu viel. In der zunehmenden Hektik fehlte zum einen die ordnende Hand für durchdachte Angriffsaktionen und zum anderen die gewohnten Rückraumtreffer durch Tomas Martinek, der wie schon zuletzt gegen Kamenz einfach kein Wurfglück hatte. So biss man sich immer wieder an der Gastgeberabwehr fest und kam damit nur noch mit sporadischen Einzelaktionen zum Erfolg. Trotz noch einmal zweier vereitelter Siebenmeter durch Sören Stopp konnten die Lausitzer so in der 57. Minute den Treffer zum 25:23 erzielen und sorgten 30 Sekunden vor Ultimo nach einer nochmaligen misslungenen Zwönitzer Angriffsaktion per Konter mit dem Tor zum 26:24 für die Entscheidung.

Zwönitz: Ranft, Stopp;
Köppa, Kinder, F. Schuster (3), Martinek /1), Vit (7/5), Hartenstein (6), M. Schuster (1), Köhler (5/1), Sajenev (1)
7m: Hoyerswerda: 5/2 Zwönitz: 6/6 2min: Hoyerswerda: 3 Zwönitz: 5