Stationsliste des HSV-Lazarett. Stand 26.09., 15:30 Uhr: Sören Stopp (Hüfte), Mario Köppa (Kehlkopf), Sven Hartenstein (Wurfhand), Denny Brömmer (Fuß), Mirko Köhler (OP). Als Tomas Martinek nach 10 Minuten mit einer Fußverletzung ausfällt, fehlt der Fraktion der Verletzten nur noch ein Mann um nominell selber eine Mannschaft stellen zu können. Prost, Mahlzeit! Das fängt ja gut an, denken sich 250 Zuschauer in der Niederzwönitzer Sporthalle und sie sollen Recht behalten, denn gut geht es auch weiter.

"Wir wollen nicht klagen, sondern kämpfen", unter diesem Leitbild lässt sich die engagierte HSV-Vorstellung bestens zusammen fassen. Die Abwehr steht heute wieder besonders im Fokus. Eine ungemein sattelfeste 5-1 Deckung mit Falk Schuster auf der Spitze vergällt den Männern aus Waldheim von der ersten Minute an das Aufsteigerduell. Kommen die Gäste am wieselflinken 4-er vorbei, erwartet sie dahinter ein groß gewachsener Innenblock, der vor dem glänzend aufgelegten Torhüter Thomas Ranft aufzuräumen weiß. Kein Wunder, dass die Waldheimer so ihre Probleme haben, zu Torerfolgen zu kommen. Die mitgereisten Fans der rotgewandeten Gäste müssen immerhin bis zur 5. Minute warten, ehe Thomas Ranft zum ersten mal den hübschen neuen Ball aus den Maschen seines Tornetzes fischen muss. Zuvor haben Falk Schuster und Tomas Martinek bereits für Zwönitz getroffen und die HSV-Anhänger freuen sich über eine Führung, die in eben dieser Manier nach und nach wächst. In der 13. Minute nimmt Waldheim Trainer Andre Hein beim Zwischenstand von 5:2 seine erste Auszeit, in der er seine Mannschaft ebenso lautstark, wie eindringlich auffordert, sich mehr zu engagieren. Ein zählbarer Erfolg bleibt vorerst aus, da Armin und Falk Schuster mit ihren Treffern den Vorsprung der Gastgeber schnell auf 7 Tor ausbauen (10:3). Nach dem frühen Ausfall von Shooter Tomas Martinek steckt das das verbleibende HSV-Häuflein nicht etwa den Kopf in den Sand, sondern spielt weiter flott nach vorne. Die Zwillinge Falk und Marcus Schuster und ihr Cousin Armin treffen aus dem Rückraum, von Außen und vom Kreis dermaßen erfolgreich, dass VfL Trainer Andre Hein Marcus Schuster bereits in Halbzeit eins eine temporäre Manndeckung verordnet. Mit einer vergleichsweise deutlichen 13:7 Führung im Rücken und dem Pausenpfiff der Dresdner Schiedsrichter Frank Meyer / Ralf Petzold in den Ohren, gehen die Mannschaften in die Kabinen, die heute von einem würzigen Geruch geprägt sind, der die Niederzwönitzer Sporthalle bereits seit dem frühen Morgen bereichert und stark an eine offene Sickergrube erinnert.

   


26.09.2009
Neues Sieggefühl im Lazarett
Zwönitzer HSV : VfL Waldheim 27:22 (13:7)

    

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Der Start in die zweite Halbzeit ähnelt der ersten wie die Schuster-Zwillinge einander. Das Abwehr-Bollwerk steht, aus dem Falk Schuster und Tony Kinder die Waldheimer Deckung überlaufen. Karel Vit entschließt sich auch einmal aus der Distanz zu treffen und nach 40 Minuten leuchtet ein beruhigendes 20:10 von der Anzeigetafel. Dabei kann man den Gästen keinsfalls vorwerfen nicht alles zu versuchen. Gleich drei Waldheimer wechseln zwischen Angriff und Abwehr. VfL Coach Hein will den Druck auf die HSV-er erhöhen und hofft darauf, dass den Gastgebern am Ende noch die Luft ausgeht. Marcus Schuster bekommt erneut eine Manndeckung verpasst. Als er in der nach 42. Minuten auf der Strafbank sitzt, geht der VfL-er Matthias Seider konsequenterweise dazu über, Schuster-Zwillingsbruder Falk kurz zu decken, was bei einem Rechtsaußen ja nicht alle Tage vorkommt. Die sehen sich aber auch ähnlich. Waldheim verkürzt von 22:12 auf 22:17. Torhüter Thomas Ranft macht jetzt nicht nur seinen Vorderleuten lautstark Dampf, sondern stellt sich der Waldheimer Offensive entgegen wie eine Wand. Weder per Gegenstoß, noch vom Kreis und erst recht nicht von außen läßt er sich überwinden. Seine Spielkameraden nutzen diese Phase zur endgültigen Entscheidung. Karel Vit und Armin Schuster bauen mit ihren Treffern den Vorsprung wieder auf 7 Tore aus (24:17) und freuen sich mit Mitspielern und Fans über den ersten Heimsieg der Saison.

Stationsliste des HSV-Lazarett. Stand 26.09., 16:52 Uhr: Sören Stopp (Hüfte), Mario Köppa (Kehlkopf), Sven Hartenstein (Wurfhand), Denny Brömmer (Fuß), Mirko Köhler (OP), Vasile Sajenev (Auge), Tomas Martinek (Fuß), Thomas Ranft (Hüfte), Armin Schuster (Rippen)

Zwönitz: Ranft, Beckmann; F. Schuster (7), Vit (6/3), A. Schuster (5), Kinder (5), M. Schuster (3), Martinek (1/1), Köppa, Terjung, Becher, Sajenev

Waldheim: Kurth, Pohl; Stuj (5), Kater (4), Beckmann (4/1), Gubert (3), Mathys (3), Fritsche (2), Voss (1), Stolzenberg, Zschoche, Seider

Zuschauer: 250
7-Meter: Zwönitz 5/4, Waldheim 5/3
2-Minuten: Zwönitz 5, Waldheim 3
rot: Zwönitz F. Schuster (56.)

Schiedsrichter: Frank Meyer / Ralf Petzold (beide MSV Dresden)

rei.