Nachdem im letzten Heimspiel bereits der amtierende Vizemeister vom HSV Dresden in Zwönitz eine klare Niederlage einstecken musste, konnte auch der LHV Hoyerswerda am vergangenen Wochenende beim Oberligaduell im Erzgebirge nichts reißen. Mit 22:20 (10:10) gewannen die 28-er auch ihre dritte Partie vor eigenem Publikum. Gut 300 begeisterte Fans sahen einen packenden Handballkrimi, den die Zwönitzer - in Durchgang 2 ständig in Führung liegend - am Ende verdient für sich entschieden. Dabei war erneut eine starke Abwehrarbeit, bei der jeder für jeden kämpfte, Grundlage für den Erfolg, der den HSV in der Tabelle wieder unter die ersten fünf Plätze bringt. Beide Teams starteten respektvoll in das Spiel. Zunächst waren es allerdings die Gäste, die mit den Treffern zum 2:0 ein erstes Achtungszeichen setzten. Zwönitz konnte zwar ausgleichen, hatte aber in den ersten 20 Minuten so seine Probleme, die ebenso gut gestaffelte Abwehr der Lausitzer zu knacken. Beim Stand von 6:9 in der 25. Minute kam der HSV allerdings endlich auch im Angriff so allmählich in Fahrt. Im jetzt besseren 1:1-Verhalten war man von den Gästen wiederholt nur durch Fouls zu bremsen. Daraus resultierende Zeitstrafen für die Gäste nutzten die Erzgebirgler clever, quasi mit dem Pausensignal noch den psychologisch wichtigen 10:10-Ausgleich zu erzielen.

   


24.10.2009
Zwönitz schlägt nächsten Favoriten
Zwönitzer HSV 1928 : LHV Hoyerswerda 22:20 (10:10)

    

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Der zweite Durchgang gehörte dann endgültig den HSV-ern. Der Zwönitzer Deckungsverband um einen erneut bärenstarken Vasile Sajenev war von den Gästen kaum noch zu bezwingen. Einzig der mit einer sensationellen Sprungkraft ausgestattete Nick Widera hielt mit seinen insgesamt 9 Treffern die Gäste in den zweiten 30 Minuten noch im Spiel. Zwönitz lag so meist mit 2 Treffern in Front, versäumte es allerdings, sich weiter abzusetzen. Auch die 20:17-Führung in der 55. Minute sollte noch nicht entscheidend sein. Zwei erfolgreiche Konter brachten die Gäste wieder heran. So kam es zum packenden Finale, in welchem allerdings die 28-er letztlich beim nur knappen 20:19 (57.) Nervenstärke bewiesen. Zwei knallharte Rückraumtreffer und ein durch Thomas Ranft parrierter Siebenmeter brachte die Zwönitzer wieder mit 22:19 in Front. Damit war die Partie praktisch entschieden und beide Pluszähler verblieben letztlich im Erzgebirge.

Zwönitz: Ranft, Beckmann;

F. Schuster (1), Martinek (3), Terjung, Vit (4), Hartenstein (4), M. Schuster (1) Becher, Köhler (7), Sajenev (1), A. Schuster