Auch wenn die Handballer des Zwönitzer HSV 1928 nicht an die starken Leistungen der letzten Spiele anknüpfen konnten, reichte es beim Tabellenvorletzten der Handballoberliga, dem VfL Waldheim zum wichtigen 28:26 (16:12)-Auswärtssieg. Damit entschieden die Erzgebirger auch das zweite Duell der aktuellen Aufsteiger für sich und festigten ihren starken momentan vierten Tabellenplatz. „Auf Grund der fast durchgängigen Führung geht der Sieg sicher in Ordnung. Dennoch bin ich nicht einverstanden mit der insgesamt schwachen Chancenverwertung und dass wir es nicht geschafft haben, beim 20:14 den Sack zuzubinden", meinte Coach Frank Riedel trotz des Erfolges ein wenig unzufrieden nach dem Spiel, das in der Anfangsphase zunächst nur bis zum 5:5 nach 10 Minuten ausgeglichen verlief. Danach machten die 28-er vorübergehend Ernst und markierten vier Treffer in Folge zur 9:5-Führung. Dennoch lief das Zwönitzer Angriffsspiel danach nicht so richtig rund. Anstatt noch konsequenter über die an diesem Tag mit jeweils sechs Toren treffsicheren Außen Sven Hartenstein und Falk Schuster zu spielen, biss man sich zu oft im Aufbauzentrum fest. Zudem lud man Waldheim mit unvorbereiteten und damit erfolglosen Würfen von der Aufbaumitte zum Kontern ein, was den Gastgebern den Anschluss zum 12:13 (27.') ermöglichte. Drei haarestreubende technische Fehler des VfL in Folge kurz vor der Pause ermöglichte den Zwönitzern aber nocheinmal Konterchancen, die effektiv zur 16:12-Pausenführung genutzt wurden.



23.01.2010
Auswärtssieg mit Schwächen
VfL Waldheim 54 : Zwönitzer HSV 1928 26:28 (12:16)
Die stärkste Phase der 28-er kam gleich zu Beginn der zweiten Hälfte. Mit neuen Vorsätzen nach der Kabinenpredigt von Frank Riedel ausgestattet stand man zunächst sicher in der Defensive und enteilte mit entschlossenen Angriffsaktionen zum 20:14 nach 40 Spielminuten. Dann gerieten diese Vorsätze allerdings wieder zunehmend in Vergessenheit und schnell war es wieder vorbei mit der Herrlichkeit. Teilweise etwas unglücklich in der Abwehr, als wiederholt Abpraller vom Tor wieder in den Händen der Gastgeber landeten, teilweise aber auch mit fehlenden Kombinationen und damit uneffektiven Angriffsversuchen baute man den Gastgeber wieder auf. Fünf Treffer in Folge sorgten für den erneuten 19:20-Anschluss des VfL in der 48. Minute und es sollte so nichts damit werden, relativ unbeschwert die sichere Führung nach Hause zu spielen. Glücklicherweise war der HSV jedoch in der Schlussphase clever genug, die Morgenluft widdernden und noch einmal gnadenlos fightenden Gastgeber auf Distanz zu halten. Wiederholt gelang noch einmal ein Drei-Tore-Führung, die die Waldheimer kräfteraubend und aufwendig zunächst zwar immer wieder fast egalisieren konnten. Jedoch spätestens beim Treffer zum 28:25 (58.) durch den nach langer Verletzungspause wieder genesenen Mario Köppa standen die Zeichen endgültig auf Sieg und so konnte der HSV mit dem 28:26-Endstand sicherlich insgesamt verdient beide Pluszähler mit ins Erzgebirge nehmen.
Zwönitz:
Stopp, Ranft;
Köppa (2), Kinder (1), F. Schuster (6), Martinek (2/2), Vit (5/1), Hartenstein
(6), M. Schuster (2), Köhler (3), Sajenev (1)
7m: Waldheim: 2/2 Zwönitz: 4/3
2min: Waldheim: 6 Zwönitz: 4
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