Es hätte ein wirklich attraktives und spannendes Finale auch nach dem Geschmack der gut 250 Kamenzer und ca. 30 Zwönitzer Fans nebst Trommlergarde geben können. In einer temposcharfen klasse Partie lieferten sich die Handballer des Zwönitzer HSV 1928 mit dem HVH Kamenz ein Superduell, das bis zur 56. Minute beim 25:24 für die Gastgeber auf des Messers Schneide stand. Aber anstelle eine sportliche Entscheidung mit einem sicherlich hauchdünnen Sieg einer der beiden Teams oder einem vielleicht noch gerechterem Remies zuzulassen, schickten die beiden Unparteiischen aus dem benachbarten Zittau in der entscheidenden Schlussphase nacheinander Tomas Martinek, Vasile Sajenev und Sven Hartenstein mit indiskutablen Zeitstrafen vom Parkett. Dieses Geschenk nahmen die Lessingstädter natürlich dankend an, überrannten die ob dieser Entscheidungen konsterniert wirkenden Erzgebirgler in den letzten vier Minuten förmlich und holten sich mit dem sicherlich viel zu deutlichen 30:25 (9:10)-Endstand beide Pluszähler. "Trotzdem Kompliment an die Mannschaft, wie sie hier die ständigen Benachteiligungen 55 Minuten lang diszipliniert weggesteckt und super gekämpft hat. Danach ging natürlich nichts mehr", war auch Coach Frank Riedel mächtig sauer über den Ausgang der Partie, der durchaus auch hätte anders ausfallen können. Die Partie begann aus Sicht der HSV-er, wie das letzte Heimspiel endete. Die Abwehr stand kompakt und sicher und ließ den Gastgebern nicht allzuviel zählbares gelingen. Einziges Manko war, dass die 28-er bei vier Kontern in den ersten 10 Minuten wiederholt am starken Kamenzer Keeper Henry Schacht scheiterten und nur einmal trafen. So stand es zu diesem Zeitpunkt nur 3:2 für Zwönitz anstelle einer bereits deutlicheren Führung, die sicherlich noch mehr Sicherheit gebracht hätte.

   


18.10.2009
Rassige Partie mit unglücklichem Ende
HVH Kamenz : Zwönitzer HSV 1928 30:25 (9:10)

    

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Dennoch war der HSV bestens im Spiel. Auch als Kamenz sich zwischenzeitlich die Führung zum 7:5 zurückholte, konterte man stark, markierte drei Treffer in Folge, ging wieder in Führung und mit einem Plus von 10:9 zum Pausentee. Auch in der zweiten Hälfte hatte der HSV den besseren Start, lag in der 36. Minute mit 13:11 vorn. Kleine Undiszipliniertheiten in der Angriffsgestaltung führten allerdings zu schnellen Kontern der Gastgeber, die so wieder ausgleichen konnten. Bis in die besagte Schlussphase blieb das rassig geführte insgesamt faire Spiel so weiter spannend und eng. Allerdings zerrten die immer nachteiliger werdende Siebenmeterauslegung und die Tatsache, dass Gastgeberkreisläufer René Schubert sich ungestraft im Zwönitzer Kreis tummeln konnte, wie er wollte, doch zunehmend am Nervenkostüm der 28-er. Bis zur 56. Minute blieb man dennoch diszipliniert und der spielerischen Linie treu. Im danach ständigen Unterzahlspiel hatte man jedoch letztlich gegen die starken Gastgeber keine reelle Chance mehr und musste so mit leeren Händen die Heimreise antreten.

 

Zwönitz: Ranft, Beckmann;

Kinder (2), F. Schuster (1), Martinek (5), Terjung, Vit (7/2) Hartenstein, M. Schuster (1), Becher, Köhler (8), Sajenev (1)

7m: Kamenz: 6/4 Zwönitz: 3/2

2min: Kamenz: 2 Zwönitz: 7