Durch einen hart erkämpften 25:23 Sieg über den HC Einheit Plauen sind die Zwönitzer Oberligahandballer in der Tabelle auf den 4. Platz vorgerückt. Die Zwönitzer profitierten dabei auch von der 24:30 Niederlage des HSV Glauchau in Freiberg. Schon vor dem Spiel war den HSV-ern klar, dass ein Gegner auf dem Niederzwönitzer Sporthallenparkett stand, der unbedingt die Hinrundenpleite in eigener Halle wettmachen wollte. Die ambitionierten Männer aus der Vogtlandmetropole, in der man vor gar nicht so langer Zeit noch von Bundesligahandball träumte, zeigten von Beginn an, dass der Ausgang des Spieles nur über den Kampf entschieden werden sollte. Die hart zupackende Deckung der Gäste sorgte dafür, dass die Zwönitzer Kombinationen nicht so recht ins Rollen kommen wollten. Gut 250 Fans mussten somit bis zur 10. Minute warten, ehe sie die erste Führung der Zwönitzer lautstark bejublen konnten. Karel Vit und der, von Tomas Martinek bestens in Szene gesetzte, treffsichere Sven Hartenstein brachten die HSV-er sogar mit 7:4 in Front, ehe ein unerklärlicher Einbruch eine längere Zwönitzer Torflaute und das Wechseln der Führung an die Gäste mit sich brachte. Mit dem wieder einmal starken Torhüter Thomas Ranft im Rücken kamen die HSV-er zurück ins Spiel. Das bis zum Halbzeitpfiff der guten Radeberger Schiedsrichter dennoch ein12:14 Rückstand zu Buche stand, lag besonders an den torgefährlichen Plauener Distanzschützen. Peter Werning, der baumlange Rückraumkanonier der Gäste, bereite HSV-Trainer Frank Riedel mit seinen knallharten Sprungwürfen besonderes Kopfzerbrechen.

   


16.01.2010
"Stoppi" stoppt Plauen
Zwönitzer HSV : HC Einheit Plauen 25:23 (12:14)

    

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Die zweite Halbzeit ähnelte der ersten. Spielerische und technische Leckerbissen wurden weiterhin nicht erwartet und auch nicht geboten. Mit viel Kampfgeist kamen die Zwönitzer aus der Kabine. Nach fünf Minuten war die Gästeführung egalisiert. Doch auch die Plauener, deren Top-Torjäger Filip Turecek heute vergleichsweise blass blieb, steckten keinesfalls zurück und gingen ihrerseits gar wieder bis zur 50. Miute in Führung (19:21). Dann kam die Zeit für den Mann des Tages; Sören Stopp, in der zweiten Halbzeit ins Tor gekommen, hielt mit mehreren großartigen Paraden die Plauener Schlussoffensive auf. Seine Mitspieler nahmen den Schwung mit und kippten die HCE Führung erneut. Am Ende stand ein etwas schmeichelhafter 25:23 Sieg für die Zwönitzer, die sich allerdings auch über ein Unentschieden nicht hätten beklagen können. Für den HSV, der nun sensationell auf Platz 4 der Oberliga Sachsen geklettert ist, steht am kommenden Samstag ein Auswärtsspiel beim Mitaufsteiger VfL Waldheim auf dem Programm, ehe am 30.01. das große Derby gegen die zweite Mannschaft des EHV Aue steigt.

Zwönitz: Ranft, Stopp, Hartenstein (8), Köhler (6/1), Vit (4), Martinek (4/2), F. Schuster (1), Sajenev (1), Köppa (1) M. Schuster, Kinder

Plauen: Schüller, Hinterkausen; Werning (7), Karasek (5/1), Meinelt (5), Turecek (3), Weiß (2/1), Baumgärtel, Klima, Silva

Zuschauer: 250
7-Meter: Zwönitz 5/3, Plauen 4/2
2-Minuten: Zwönitz 3, Plauen 5 Schiedsrichter:
Torsten Hähne / Andreas Krohn
(beide Radeberger SV) Rei.