Mit einem nahezu jederzeit ungefährdeten 33:28 (17:12)-Sieg gegen den SC Riesa gelang den Oberligahandballern des Zwönitzer HSV 1928 die Wiedergutmachung des Debakels vom HC Elbflorenz. Gleichbedeutend war das Ergebnis auch eine Korrektur der 27:32-Schlappe von vor zwei Jahren an gleicher Stelle gegen den gleichen Gegner, mit der der HSV die Nordsachsen - die zu diesem Zeitpunkt eigentlich schon weit abgeschlagen waren - wieder ins Rennen brachte und die damit letztlich den Abstieg bescherte. Der HSV begann engagiert, lag nach drei Minuten bereits mit 3:0 vorn. Erster Wermutstropfen allerdings bereits nach 90 Sekunden, als Tomas Martinek von Riesas André Kühnel beim Kontertreffer zum 1:0 derart hart ins Gesicht geschlagen wurde, dass der Tscheche mit dem Verdacht auf Gehirnerschütterung vom Parkett musste. Mit einer leider nur 2-Minuten-Strafe durch die insgesamt allerdings sehr guten Schiedsrichter aus Leipzig wurde Riesas Nr. 11 dann sehr gnädig bedient, gleichwohl hätte man sich auf Gästeseite über den roten Karton auch nicht beschweren dürfen. Dennoch zeigten die 28-er in der Anfangsphase eindrucksvoll, dass man gewillt ist, sich beide Pluszähler zu holen und damit eine gute Ausgangsbasis vor dem Auswärtsspiel nächste Woche beim Schlusslicht Delitzsch II zu schaffen. Auch nach dem 3:0 hatte man weitere gute Chancen, schon frühzeitig klarer zu enteilen. Allerdings versenkte man das Leder nicht wie gewünscht, was die Gäste nach 10 Minuten allmählich ins Spiel brachte. Nach dem Ausgleich zum 6:6 ging es minutenlang hin und her.



14.11.2009
Wiedergutmachung gelungen
Zwönitzer HSV 1928 : SC Riesa 33:28 (17:12)
Zwönitz legte vor, Riesa nutzte vorübergehende Nachlässigkeiten in der HSV-Abwehr, um auszugleichen. In den letzten 7 Minuten der ersten Hälfte allerdings war der HSV in der Defensive wieder sattelfest. Nach dem 11:11 gelangen fünf Treffer in Folge und damit noch eine beruhigende 17:12-Pausenführung. Zu Beginn der zweiten Hälfte merkten die gut 250 Zuschauer, dass die 28-er sichtlich gewillt waren, die Partie zu entscheiden. Mit beweglicher Abwehrarbeit und einem wieder gut aufgelegten Thomas Ranft im Gehäuse hatte man die Gästeangriffe bestens im Griff. In der Offensive gelangen schöne Kombinationen über die Außenpositionen, womit Falk Schuster und Tony Kinder immer wieder erfolgreich einnetzen konnten. Dazu ein paar schöne Konter und spätestens beim Treffer zum 23:15 (40.) hatte man kaum noch das Gefühl, dass irgendwas anbrennen könnte. Allerdings ließ der HSV danach doch ein wenig in seiner Konzentration nach. Im Gefühl des sicheren Vorsprung blieb der Vorsprung damit bis in die Schlussphase hinein (32:24, 57.) konstant. In den letzten drei Minuten gelang den Riesaern sogar noch ein wenig Ergebniskosmetik, was jedoch nur statistischen Wert hat. Mit diesem Sieg bleiben die 28-er weiter unter den ersten fünf Tabellenplätzen und haben in der nächsten Woche beim Schlusslicht vom Juniorteam Delitzsch gute Chancen, sich mit weiteren zwei Pluszählern im vorderen Tabellendrittel festzusetzen.
Zwönitz:
Ranft, Stopp;
Kinder (3), F.
Schuster (9), Martinek (1), Vit (6/4), Hartenstein, M. Schuster (2), Becher,
Köhler (10/1), A. Schuster (1), Sajenev (1), Terjung
7m: Zwönitz: 5/5
Riesa: 4/0
2min: Zwönitz: 7 Riesa: 7