Mit einem klaren 30:24 (12:11)-Auswärtssieg bei der HSG Neudorf-Döbeln haben die Oberligahandballer des Zwönitzer HSV 1928 am Sonntag wohl endgültig untermauert, dass die auch auf Gegners Parkett starken Spiele zu Saisonbeginn keine Eintagsfliegen waren. Zudem beendeten die 28-er endlich die Serie der - trotz meist gewonnener Heimspiele - durchgängigen Niederlagen bei den bisherigen Vergleichen gegen die HSG in der schmucken Döbelner Stadtsporthalle. „Großes Kompliment an die Mannschaft und die Nervenstärke in der kritischen Phase nach 50 Minuten", war auch Coach Frank Riedel restlos zufrieden mit der Leistung seiner Mannschaft, die nach dem Ausfall von Armin Schuster, Patrick Teerjung und Christian Becher mit nur acht Feldspielern auskommen musste. Es war die erwartet spannende und umkämpfte Partie, die keineswegs so deutlich verlief, wie es das Ergebnis am Ende aussagt. Wenngleich der HSV zumeist knapp die Nase vorn hatte, gelang es bis in die Schlussphase hinein nicht, die Döbelner entscheidend abzuschütteln. Den mit voller Kapelle auflaufenden Gastgebern war auch vorbehalten, nach den ersten fünf Minuten noch knapp mit 3:2 in Führung zu gehen. Danach allerdings stabilisierte sich die Defensive des HSV zusehens und mit einer effektiven Chancenverwertung gelang der erste Dreierpack der Zwönitzer zur 7:4-Führung nach 15 Minuten. Döbeln reagierte, spielte nun ein wenig erfolgreicher über den Kreis, dennoch konnten die Erzgebirgler eine knappe 12:11-Führung mit in die Pause nehmen. Egal, was Gastgebertrainer Helbig seinen Männern in der Kabinenpredigt mit auf den Weg gegeben hat, es waren die HSV-er, die zu Beginn von Durchgang zwei ersteinmal mit einem Doppelpack zum 14:11 (34.) nachlegten.

   


13.12.2009
Zwönitzer machen sich Weihnachtsgeschenk
HSG Neudorf/Döbeln : Zwönitzer HSV 1928 24:30 (11:12)

    

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Auch danach dominierten die Gäste weiter, setzten sich auf 19:15 ab, was den HSG-Coach in der 43. Minute dazu bewegte, seine grüne Karte ans Kampfgericht zur Auszeit zurückzugeben. Zugegebenermaßen brachte diese Maßnahme die HSV-er tatsächlich ein wenig aus dem Tritt. Im Angriff lief kurzzeitig wenig zusammen, gute Chancen wurden nicht versenkt und die HSG widderte damit Morgenluft. Fünf Treffer in Folge gelangen den Parkettherren in dieser Phase, womit sich die 28-er plötzlich wieder mit 19:20 hinten sahen. Allerdings sollte dieser Rückstand den Zwönitzern wohl wieder den entscheidenden Kick geben. In der Abwehr entwickelte man nocheimal das oftmals gezeigte Bollwerk und provozierte damit einen Offensivfehler der Döbelner nach dem anderen. Den daraus resultierenden überfallartigen Tempogegenstößen des HSV hatten die Einheimischen nun nichts mehr entgegenzusetzen. Nach dem 22:22 (52.) enteilten die Erzgebirgler mit sechs Treffern in Folge den zunehmend aufsteckenden Gastgebern zum entscheidenden 28:22 (57.). Somit ging der HSV noch als deutlicher Sieger vom Parkett und konnte mit seinen gut 30 mitgereisten Fans am Ende ausgelassen feiern. Nach diesem Erfolg gehen die 28-er mit 14:10 Zählern und einem als Aufsteiger wohl kaum zu erwartenden beachtlichen sechsten Tabellenplatz in die Weihnachtspause. In den zwei folgenden Heimspielen hat man im neuen Jahr zudem die Chance, sich wieder unter die ersten fünf Tabellenplätze zu mischen. „Wenn meine Mannschaft weiter so diszipliniert und einsatzstark spielt wie heute, ist das durchaus möglich.", warnt Trainer Riedel zwar berechtigt davor, die gerade wieder frisch zurückgewonnenen Tugenden nicht wieder zu vergessen, schaut damit aber ebenso optimistisch nach 2010.

Zwönitz: Ranft, Stopp;
Kinder (1), F. Schuster (3), Martinek (8), Vit (7), Hartenstein (6), M. Schuster (4), Sajenev, Köhler (1)

7m: Döbeln: 6/5 Zwönitz: 1/0
2min: Döbeln: 5 Zwönitz: 3