Es war die erwartet schwere Aufgabe, die der frischgebackene Oberligaaufsteiger vom Zwönitzer HSV 1928 gegen den mit Ex-Zweitligahandballern gespickten EHV Aue IV im Sachsenpokalauftakt zu erledigen hatte. Nachdem sich Denny Brömmer am Vortag auch noch mit einer Fußverletzung abgemeldet hatte, reduzierte sich das durch Verletzungen und berufliche Verpflichtungen dezimierte HSV-Ensemble u. a. ohne Tomas Martinek und Karel Vit auf nur einen Wechselspieler und sah sich dabei 14 hungrigen Gastgebern gegenüber, die beispielsweise mit Ingo Krolzig, Marco Diener und Clemens Kurzweg namhafte Spieler in ihren Reihen hatten. "Es hat schon gute 20 Minuten gedauert, bis meine Mannschaft ihre Nervosität vor den großen Namen im Auer Aufgebot abgelegt hatte", kritisierte Coach Frank Riedel den schlechten Start der 28-er, die es in der ersten Viertelstunde trotz guter Chancen auf nur drei Treffer brachten und so zu diesem Zeitpunkt mit 3:4 zurücklagen. Danach zahlte sich allerdings der von Beginn an durch den HSV vorgetragene Tempohandball aus, als man mit schönen Kontern in der 26. Minute doch mit 11:9 in Führung ging. Dennoch kam der EHV noch einmal zurück und nahm eine 12:11-Führung mit in die Pause.

   


13.09.2009
Arbeitssieg mit Hindernissen
EHV Aue IV: Zwönitzer HSV 1928 23:27 (12:11)

    

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Auch wenn im zweiten Durchgang seitens der 28-er weiter mit vergebenen guten Chancen gesündigt wurde, merkten die gut 150 Zuschauer doch, dass die Zwönitzer dank ihres weiterhin konsequent vorgetragenen Tempos den EHV allmählich mürbe machten. Spätestens ab der 45. Minute bekamen die 28-er spürbar Oberwasser. Unterstützt von einem gut aufgelegten Sören Stopp im HSV-Gehäuse konnte man die Auer Offensive immer besser entschärfen. In einer starken Phase des Spiels zwischen der 49. und 55. Minute zog der HSV endlich mit sehenswerten Kontern auf ein 25:20 (55.) davon. Damit war die Partie quasi entschieden. In den Schlussminuten versuchte der EHV zwar nocheinmal alles, wieder zurückzukommen. Allerdings war der HSV clever genug, den Vorsprung bis zum Schlusssignal zu halten.

Zwönitz: Stopp, Ranft; Köppa (2/2), Kinder (7), F. Schuster (1), M. Schuster (1), Sejenev (3), Köhler (8), Terjung (1), A. Schuster (4)

7m: EHV: 6/5 HSV: 3/2
2min: EHV: 7 HSV: 2

be.