Die Oberligahandballer des Zwönitzer HSV 1928 haben am Wochenende ihre kleine Durststrecke beendet und endlich wiedereinmal einen vollen Erfolg gelandet. Beim SC Riesa gab es nach spannenden 60 Spielminuten den erhofften 30:27 (13:10)-Sieg, den man sich aber letztlich schwerer erarbeiten musste als eigentlich anhand der Möglichkeiten notwendig gewesen wäre. Allerdings stand im Gehäuse des SC mit Johannes Marek ein Keeper, der wohl das Spiel seines Lebens machte und reihenweise Zwönitzer Großchancen vereitelte. So scheiterten die 28-er, die eigentlich sogar die Oberligatabelle der Torwurfeffektivität bei Siebenmetern anführen, u. a. gleich bei vier von fünf Versuchen am Riesaer Schlussmann, der sein Team über 60 Minuten lang mit seiner Leistung einigermaßen im Spiel hielt. „Wir haben uns mit den vergebenen Chancen selbst das Leben schwer gemacht und beim 22:17 für uns und noch einer Viertelstunde Spielzeit erwartete ich eigentlich, dass es nicht noch mal eng wird. Trotzdem Kompliment an die Mannschaft für den hochverdienten Sieg", meinte Coach Frank Riedel nach dem Spiel, in dem der Gastgeber kein einziges Mal in Führung gehen konnte. Den besseren Start bereits erwischten die Erzgebirger. Mit 5:1 nach 13 Spielminuten konnte man bereits für klare Verhältnisse sorgen. Dass der Rückstand hier nicht schon 3 oder vier Tore höher ausfiel, lag eben am Riesaer Keeper, wenngleich auch nicht unerwähnt bleiben darf, dass ein erneut wieder als sicherer Rückhalt auftretender Thomas Ranft im HSV-Gehäuse nicht unerheblich dazu beitrug, dass der SC in den ersten 14 Minuten auch nur zweimal traf. Dennoch konnten die Gastgeber das Spiel ab dem 2:6 eben in jener 14. Minute bis zur Pause doch

   


13.03.2010
Sieg in der Sportstadt

SC Riesa : Zwönitzer HSV 1928 27:30 (10:13)

    

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

ausgeglichener gestalten. Eine vorübergehende Toreflaute der 28-er nutzte man gar zum 9:10-Anschluss, das 10:13 aus Gastgebersicht zum Pausentee bedeutete also noch eine machbare Schlagdistanz. In den ersten 10 Minuten der zweiten Hälfte ging es weiterhin ausgeglichen zu. Der HSV legte zwei bis drei Tore vor, Riesa kämpfte sich wieder heran. Dennoch schien sich dann doch in einer starken Phase der 28-er zwischen der 40. und 45. Minute das Blatt endlich zu ihren Gunsten zu wenden, als man vier Treffer in Folge zu einer klareren 22:17-Führung nutzen konnte. Aber es sollte wiedereinmal noch nicht aller Tage Abend sein, da danach der Gastgeber nun seinerseits fünfmal zuschlagen konnte und Zwönitz durch eingangs bereits erwähnte Ursache nur einmal traf. Konsequenz war der 25:25-Ausgleich der Parkettherren knapp fünf Minuten vor Ultimo. In den spannenden Schlussminuten sollten sich aber dennoch am Ende die individuellen Vorteile der Zwönitzer, gepaart mit unbedingtem Siegeswillen durchsetzen. Mirko Köhler und Tony Kinder markierten mit mutigen Einzelaktionen die Treffer 26 und 27 zum 27:25 für den HSV. Nach dem erneuten Anschluss sorgte endlich ein Doppelpack von Sven Hartenstein, bis dahin augenscheinlichstes Opfer von SC-Keeper Marek, mit den Toren zum 29:26 (59.) für die Entscheidung, die auch eine Manndeckung des Sportclubs in der Schlussminute nicht mehr ändern konnte.

Zwönitz: Ranft, Beckmann;
Köppa (5/1), Kinder (2), F. Schuster (4), Martinek, Vit (2), Hartenstein (6), M. Schuster (1), Köhler (10), Sajenev
2min: Riesa: 7/1 Disq. Zwönitz: 5 7m: Riesa: 5/5 Zwönitz: 5/1

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