Zum zweiten Heimspiel der Oberligasaison 2009/2010 hatten die Handballer des Zwönitzer HSV 1928 am Wochenende den HSV Dresden zu Gast. Die Elbflorenzer, die immerhin mit der Empfehlung des aktuellen Vizemeisters ins Erzgebirge reisten, hatten sich viel für die Partie vorgenommen, ist doch der diesjährige Saisonstart mehr oder weniger misslungen. Allerdings musste auch der Namensvetter aus der Landeshauptstadt feststellen, dass die momentan überragende Defensivarbeit der 28-er schwer zu knacken ist. Am Ende besiegten die Erzgebirgler ihre Gäste klar und deutlich mit 32:24 (14:11) und wurden nach der Partie von knapp 300 Fans mit stehenden Ovationen gefeiert. "Kompliment an die Mannschaft für diese starke Leistung und ein rießengroßes Dankeschön an die Fans für diese Unterstützung. Das ist das, was wir brauchen. Vielleicht finden in den nächsten Heimspielen ja noch mehr Zuschauer den Weg in unsere Sporthalle. Das würde ich mir wünschen", so ein restlos zufriedener Coach Frank Riedel nach einem Spiel, in dem die HSV-er das Geschehen ab der 3. Minute jederzeit unter Kontrolle hatten. Mit den ersten Treffern zum 2:0 nach 3 Minuten zeigte Dresden deutlich, dass man an diesem Tag durchaus gewillt war, die Pluszähler aus dem Erzgebirge mit nach Hause zu nehmen. Allerdings war Zwönitz spätestens ab diesem Zeitpunkt wieder hellwach und entwickelte erneut dieses Abwehrbollwerk, das die Mannschaft in den ersten Spielen stark machte. So glich man schnell wieder aus, ging in Führung und baute den Vorsprung mit schnellen Kontern und schönen Kombinationen zum 11:5 nach 17 Minuten aus. Im Gefühl des sicheren Vorsprung ließ man dann allerdings ein wenig die Zügel schleifen, was man sich gegen den Vorjahreszweiten nicht leisten durfte. Schnell hatten sich die Zwönitzer ein paar Konter eingehandelt und Dresden verkürzte zur Pause wieder auf 11:14 aus ihrer Sicht.

   


10.10.2009
Aufsteiger putzt Vizemeister
Zwönitzer HSV 1928 : HSV Dresden 32:24 (14:11)

    

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Ganz gleich, was Gästetrainer Thorsten Triebel seinen Mannen in der Pause mit auf dem Weg gab, es waren die 28-er, die besser aus der Kabine kamen. Beim 19:13 (39.) sah alles ganz nach den Wünschen der Fans aus. Allerdings gaben die Landeshauptstädter noch einmal alles, um die drohende Niederlage abzuwenden. Wiederholt insbesondere mit einem starken Tobias Triebel erfolgreich kamen die Gäste bis zur 45. Minute wieder auf 19:22 heran. Was die 28-er allerdings in den letzten 12 Minuten auf das Parkett zauberten, war nocheinmal Handball vom feinsten. In der Defensive wieder kompakt, ließ man in der Schlussphase nur noch wenig zählbares für die Dresdner zu. Im Gegenzug zelebrierte Tony Kinder Konterhandball aus dem Lehrbuch. Somit enteilten die 28-er ihren Gästen wieder Tor um Tor und konnten sich in der letzten Minute noch den Luxus leisten, ihre Fans mit einem lupenreinen Kempa zum 32:24-Endstand zu verwöhnen.

Zwönitz: Beckmann, Ranft; Kinder (6), F. Schuster (4), Martinek (4/1), Terjung, Vit (7), Hartenstein M. Schuster (4), Becher, Franke, A. Schuster (2), Sajenev (5)

7m: Zwönitz: 1/1 Dresden: 6/5
2min: Zwönitz: 4 Dresden: 6

be.