Beim bereits als Sachsenmeister feststehenden SC DHfK Leipzig sind auch die Oberligahandballer des Zwönitzer HSV 1928 am Wochenende deutlich untergegangen. Mit 22:37 (10:21) unterlag man dem Favoriten, wobei man sich den Löwenanteil des klaren Desasters bereits innerhalb von 14 Minuten gegen Ende der ersten Halbzeit abholte. "Beim akzeptablen 10:7 nach 16 Minuten verlieren wir im Überzahlspiel unverständlicherweise völlig den Faden. Leipzig nutzt sowas natürlich gnadenlos, womit nach 30 Minuten schon alles gegessen war", sah auch Coach Frank Riedel die Phase im zweiten Teil der ersten Hälfte als ursächlich dafür, dass ein angestrebtes besseres Ergebnis nicht zustande kam. Die Partie verlief in den ersten 10 Minuten noch ausgeglichen. Beim 2:1 und 3:2 legte der HSV sogar zweimal vor. Freilich konnte man den Ausgleich nicht verhindern, dennoch spielten die 28-er im Angriff couragiert und mutig und blieben den Gastgebern so auf Schlagdistanz. Erste Paraden eines guten Stephan Sarközi im DHfK-Gehäuse sorgten allerdings für beginnende Unruhe bei der Zwönitzer Sieben, die sich in Form der ersten gefürchteten Leipziger Konter auswirkte. Dennoch war der 7:10-Rückstand nach 16 Minuten angesichts der Rollenverteilung eher positiv zu bewerten. Warum natürlich ausgerechnet die erste Zeitstrafe gegen die Gastgeber für den HSV voll nach hinten losging und das Unheil ins Rollen brachte, müssen sich die Erzgebirgler selbst beantworten. Fakt war, dass die DHfK in Unterzahl binnen 40 Sekunden den Zwönitzern den Ball dreimal abluchste und so per Konter auf 13:7 erhöhte. Eine Tatsache, die sichtlich Wirkung zeigte, denn bis zur Pause standen die 28-er mehr oder weniger komplett neben sich. Auch eine Auszeit nach 21 Minuten fruchtete kaum. Der Gastgeber bestrafte weiterhin jeden HSV-Fehler und zog so bis zur Pause bereits uneinholbar in Front.

   


10.04.2010
In der Höhle des Löwen untergegangen
SC DHfK Leipzig : Zwönitzer HSV 1928 37:22 (21:10)

    

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Wenngleich die Träume für ein Achtungsergebnis so bereits zur Halbzeit ausgeträumt waren, muss man den Zwönitzern bescheinigen, dass sie im zweiten Abschnitt weiter mutig gegenhielten, sich immer wieder puschten und damit weitestgehend verhinderten, dass sich das Desaster fortsetzte. Während beim HSV die zu Beginn der Partie gut treffenden Karel Vit und Tomas Martinek mit dickem Ellenbogen bzw. aufgeschlagener Lippe längst auf der Bank Platz genommen hatten, wechselte DHfK-Trainer Strübin munter durch, was der flinken HSV-Defensive aber nicht unbedingt zum Nachteil gereichte. Wiederholt provozierte man auch Offensivfehler der Gastgeber und beantwortete diese mit teilweise sehenswerten Kontern. Aber natürlich war die Übermacht der Fernandes, Wagner, Schlichter und Co. zu groß, als dass man am klaren Rückstand noch etwas hätte korrigieren können. So konnten die 28-er zwar mit dem 12:16-Ausgang des zweiten Durchgangs ganz gut leben, allein an der klaren Niederlage gab am Ende nichts mehr zu rütteln. Trotz der Niederlage haben die 28-er in der aktuellen Oberligatabelle bereits zwei Tage vor Ende der Serie einen starken sechsten Tabellenplatz sicher. Inwieweit man diesen noch verbessern kann, hängt von den beiden Abschlussspielen kommenden Samstag zuhause gegen die HSG Neudorf-Döbeln und am letzten Spieltag beim HSV Glauchau ab.

Zwönitz: Ranft;
Köppa (3/1), Kinder, F. Schuster (3), T. Martinek (3), Hartenstein (4) M. Schuster (2), Vit (2), Köhler (2), Sajenev (3)
7m: DHfK: 3/3 Zwönitz: 2/1
2min: DHfK: 6 Zwönitz: 3

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