Eine überzeugende Leistung haben die Oberligahandballer des Zwönitzer HSV 1928 am Wochenende im ersten Spiel des neuen Jahres abgeliefert. Im gleichzeitig letzten Spiel der Hinrunde durfte man dabei vor einer über 300 Zuschauer großen begeisterten Fankulisse gegen den Tabellendritten vom HSV Glauchau ran. Um es vorweg zunehmen - bis auf eine ausgeglichene Anfangsphase hatten die 28-er stets die Nase vorn, führten streckenweise mit acht Treffern Vorsprung und entschieden das Match hochverdient mit 29:25 (14:9) für sich. „Mit den über 20 Fehlwürfen kann ich natürlich nicht zufrieden sein, aber meine Anerkennung für diesen Siegeswillen meiner Mannschaft, der den Erfolg gebracht hat", so Coach Frank Riedel nach der Partie, in der die Fans rassigen Tempohandball geboten bekamen. Die ersten drei teilweise überhasteten Wurfversuche der HSVer wurden allesamt vom über 60 Minuten starken Gästekeepers Enrico Fuchs pariert. Folgerichtig lagen die Zwönitzer nach 5 Minuten mit 0:2 hinten. Danach allerdings wurde das Visier noch einmal nachjustiert und nach 10 Minuten fiel der Ausgleichstreffer zum 3:3. Wie in vielen Spielen der Serie war in der Folge wieder die Zwönitzer Defensive das Schmuckstück der Partie. Die Gästeangriffe konnten immer besser entschärft werden und was dennoch durchkam wurde Beute eines sich in einen Rausch spielenden Zwönitzer Keepers Sören Stopp, der die Gäste mit starken Reflexen nervte und den die Glauchauer wohl so nicht auf der Rechnung hatten. In der 17. Minute beim Stand von 8:5 für Zwönitz gab Gästetrainer Fuchs seine grüne Karte wieder ans Kampfgericht zur Auszeit zurück, was allerdings nicht wirklich anhaltende Wirkung zeigte. Zwar mühte sich der Tabellendritte redlich, jedoch bis zum Pausensignal mehr oder weniger erfolglos, weil das Zwönitzer Abwehrbollwerk keine Schwächen zeigte.

   


09.01.2010
Tabellendritter ohne Chance
Zwönitzer HSV 1928 : HSV Glauchau 29:25 (14:9)

    

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Drei Treffer in Folge für die 28-er nach der 25. Minute brachten einen beruhigenden Vorsprung von 14:9 zur Halbzeit. Die Frage, wer die Pause besser überstanden hatte wurde nach dem Wiederanpfiff schnell zugunsten der Parkettherren geklärt. Ein versenkter Konter von Mirko Köhler und ein Rückraumtreffer von Tomas Martinek schraubten das Ergebnis zur Siebentoreführung von 16:9 in die Höhe. Beim 22:14 nach 40 Minuten kehrte auch beim letzten Pessimisten unter den restlos begeisterten Fans die Gewissheit ein, dass die 28-er den Vorsprung wohl kaum noch aus der Hand geben würden. Die Gäste fighteten zwar weiter, kamen aufgrund mehrerer Paraden ihres Keepers auch nocheinmal auf fünf Treffer heran (22:17, 45.). Mehr aber ließen die Erzgebirgler nicht zu. Mit dem Treffer zum 27:19 (52.) waren die Messen endgültig gelesen. Im Gefühl des sicheren Sieges ließen die 28-er nun in den Schlussminuten ein wenig die Zügel schleifen, was den Gästen in der von den Unparteiischen gut geleiteten Partie noch eine leichte Ergebniskosmetik zum 29:25-Endstand erlaubte. Mit diesem Erfolg beenden die 28-er mit 16:10 Zählern die Hinrunde und sind damit mit Sicherheit als Aufsteiger die Überraschung der Saison schlechthin. Mit dem Start in die Rückrunde nächsten Samstag zuhause gegen den HC Einheit Plauen hat man zudem eine gute Chance, sich in der engen vorderen Tabellenhälfte sogar wieder ein wenig nach vorn zu arbeiten. Dabei hofft man kommende Woche im Zwönitzer Lager wieder auf eine so zahlreiche und lautstarke Kulisse wie gegen den HSV Glauchau.

Zwönitz: Stopp, Ranft;
Kinder (2), F. Schuster (1), Martinek (10/5), Vit (6), Hartenstein (6), Köhler (3), Sajenev (1), M. Schuster

2min: Zwönitz: 3 Glauchau: 2
7m: Zwönitz: 6/5 Glauchau: 5/5