Es war nicht das Spiel der Zwönitzer. Mit einem über 60 Minuten andauernden Totalausfall kamen die Oberligahandballer des Zwönitzer HSV 1928 beim Titelaspiranten vom HC Elbflorenz 2006 mit 13:33 (6:18) unter die Räder und können diese Partie eigentlich nur abhaken und wieder nach vorn schauen. „Meine Männer haben heute alles das an Fehlern gemacht, die wir eigentlich vermeiden wollen und auch müssen, wenn wir in der Oberliga bestehen wollen", resumierte Coach Frank Riedel das Spiel. Ohne die insbesondere für das Deckungsgefüge immens wichtigen Vasile Sajenev und Falk Schuster kamen die HSV-er im Prinzip nie wirklich in die Partie. Bereits nach 8 Minuten lag man 1:6 hinten, insbesondere weil die Dresdner vornehmlich in Gestalt eines Josef Klaco im Spiel 1 gegen 1 immer wieder relativ einfach durch die Zwönitzer Abwehr marschierten. Gerade dies zu unterbinden, was in den bisherigen Spielen die Stärke der HSV-er ausmachte, gelang gegen Elbflorenz in keiner Phase der Partie. Die daraus resultierenden Unsicherheiten pflanzten sich auch in der Offensive fort. Anstelle strukturiertem Spielaufbau, den man sich vor der Partie auf die Fahne geschrieben hatte, bestimmte die Brechstange den Zwönitzer Angriff. Dass das gegen die Hausherren nicht wirklich ein gutes Mittel war, zeigten die vielen Fehlversuche, die Dresden mit schnellen Kontern bestrafte und so relativ einfach mit 11:4 weiter in Führung brachte. Zudem dezimierte sich Zwönitz mit der dritten Zeitstrafe gegen Tomas Martinek weiter und lag so zur Pause bereits hoffnungslos 6:18 zurück.



07.11.2009
Zwönitzer Handballer mit kollektivem Versagen
Elbflorenz 2006 : Zwönitzer HSV 1928 33:13 (18:6)
Im zweiten Abschnitt sollte es nicht wirklich besser werden. Hatte man in der ersten Halbzeit mit allerdings auch einer Vielzahl an Pfostentreffern bereits eine schlechte Trefferquote, wurde dies in den zweiten 30 Minuten noch getoppt. Klarste Chancen wurden neben das Tor gesetzt oder man scheiterte an den guten Dresdner Keepern. So marschierte der Gastgeber weiter und konnte die Führung bis zur 53. Minute auf 27:12 ausbauen. Dass man in den Schlussminuten noch einmal 6 Treffer eingeschenkt bekam und so der debakulöse 20 Tore-Abstand zustande kam lag daran, dass Zwönitz in den Schlussminuten in Angriff und Abwehr nur noch körperlich anwesend war und sämtliche konstruktive Aktivitäten gänzlich einstellte. In der kommenden Woche am Samstag im Heimspiel gegen den SC Riesa haben die Erzgebirgler eine gute Chance, wieder mit voller Kapelle dieses Ergebnis zu revidieren. Dies wäre auch zwingend notwendig, will man weiter unter den ersten fünf Tabellenplätzen verbleiben.
Zwönitz: Ranft, Beckmann;
Terjung, Kinder (1), Martinek, Vit, Hartenstein (1), M. Schuster (2) Becher, Köhler (8), A. Schuster (1)
Zeitstrafen: Dresden: 3 Zwönitz: 6
7m: Dresden: 0 Zwönitz: 1/0
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