Die Handballer des Zwönitzer HSV 1928 konnten am Wochenende das Bild der deftigen Auswärtsklatsche aus dem vergangenen Herbst beim HC Elbflorenz 2006 mit einer guten Leistung wieder geraderücken. Dennoch reichte es gegen den Favoriten nicht zu einem Erfolg. Nach 60 kämpferisch und auch spielerisch sehenswerten Minuten unterlag man gegen den Tabellenzweiten mit 24:29 (13:17). Dabei handelte man sich den entscheidenden Rückstand schon zu Beginn des Spiels beim 2:7 nach 12 Minuten ein. Diesem lief man danach ständig hinterher, schnupperte beim 21:24 dann nocheinmal an einer Minimalchance, das Spiel noch zu drehen, verlor aber letztlich doch gegen einen zu starken Gegner, der einfach keine Schwächen zeigte. „Wir haben denke ich eine gute Leistung abgeliefert. Mehr ist gegen einen so starken Gegner aber wohl nur drin, wenn dir wirklich alles gelingt", resümierte Coach Frank Riedel das Spiel, in dem HSV nahezu ständig mit vier bis fünf Treffern zurücklag. Nach dem 1:1 nach fünf Minuten zogen die Gäste bereits auf und davon. Kompromisslos in der Abwehr agierend zwang man die 28-er zu Offensivfehlern, die die Gäste mit schnellen Kontern bestraften. Da es auch nicht gelang, diese schnellen Tempogegenstöße der Elbflorenzer zu unterbinden, lag man nach 12 Minuten 2:7 zurück. Danach allerdings kam der HSV im Angriff doch einige Minuten besser zum Zuge. Mit einem Dreierpack schloss man wieder zum 5:7 auf, nach der Anfangsviertelstunde stand es 6:8 aus Sicht der Erzgebirgler.



06.03.2010
Bild wieder geradegerückt
Zwönitzer HSV : HC Elbflorenz 2006 24:29 (13:17)
Bis zum
Halbzeitpfiff wogte die Partie danach hin und her. Dresden zog immer wieder
auf fünf Tore davon, der HSV verkürzte stets verbissen und so ging es mit
einem 13:17 zum Pausentee, was für den zweiten Durchgang zumindest die Chance
ließ, vielleicht doch noch etwas zu reißen. Im zweiten Spielabschnitt kämpften
die HSV-er unverdrossen weiter, ohne jedoch wirklich noch einmal gefährlich
an die Landeshauptstädter heranzukommen. Kamen die 28-er einmal auf drei Treffer
heran, so beim 18:21 (42.) oder 19:22 (47.), gaben die Gäste wieder richtig
Gas und stellten mit zwei schnellen Treffern den alten Abstand wieder her.
Lediglich beim 21:24 zehn Minuten vor Ultimo hätte vielleicht doch noch die
Sensation gelingen können. Da hatte der HSV bei zwei Angriffen die Chance,
bis auf einen Treffer aufzuschließen. Hier jedoch versagten bei zwei einfachen
technischen Fehlern einfach die Nerven, was die Gästetreffer Nummer 25 und
26 zur Folge hatte. Somit waren beim 21:26-Rückstand (55.) letztlich die Messen
gelesen und es blieb letztlich beim 24:29-Endstand eben bei jener Differenz,
die man sich bereits zu Beginn des Spiels eingehandelt hatte. Trotz der Niederlage
war es wieder ein bessere Leistung der Zwönitzer, auf die man aufbauen kann
und mit der in den nächsten Partien auch wieder Erfolge kommen können.
Zwönitz: Ranft, Stopp;
Köppa, Kinder, F. Schuster (3), Martinek (9/3), Vit (1), Hartenstein (4) M.
Schuster (2), Köhler (4), Sajenev (1)
7m: Zwönitz: 3/3 Dresden: 0
2min: Zwönitz: 3 Dresden: 2