Die Bezirksligisten des Zwönitzer HSV 1928 haben am Wochenende für Furore gesorgt. Zunächst schafften die HSV-Frauen die Sensation und besiegten zuhause den Spitzenreiter vom HV Chemnitz II mit 19:17 (8:8). Drei Stunden später behielt die junge Garde des HSV II die Nerven in ihrem Vier-Punkte-Spiel im direkten Vergleich gegen den ebenso abstiegsbedrohten SV Chemnitz-Harthau und bezwang die Gäste klar mit 27:20 (14:11). Die 28-erinnen sind wie schon im letzten Jahr das Rätsel der Rückserie. Bereits in der Saison 2008/2009 spielte man eine sehr mäßige Herbstrunde, um später in der zweiten Saisonhälfte nahezu alles zu gewinnen. Auch in dieser Serie hatte man im Dezember das Abstiegsgespenst fast schon im Genick und klopft nun mit dem sechsten Sieg in Folge wieder an den ersten fünf Tabellenplätzen an. Wie so oft in den letzten Partien war das Spiel gegen den Spitzenreiter aus Chemnitz eines von denen, bei welchem die Zuschauer 60 Minuten lang mitfiebern mussten, da es stets eng zuging und bei dem die Entscheidung quasi erst wieder in der letzten Minute fiel. Aber wie schon ebenso oft behielten die Frauen um Trainerin Heike Oelschlägel selbst gegen den Staffelkrösus den Kopf oben und schafften letztlich den knappen Sieg. Grundlage dafür war erneut ein starke Defensivarbeit, die gegen die Gäste - deren Torwurfschnitt eigentlich jenseits der 25 liegt - nur 17 Treffer zuließ. Dies und eine geringe Anzahl von technischen Fehlern im eigenen Angriff kompensierte die Tatsache, dass man selbst auch nur 19 Toren markieren konnte. Dies spricht für eine gute Gästeabwehr, die ebenfalls recht sattelfest agierte, zumal Rückraumwerferin Anne Werner überwiegend kurz gedeckt wurde.
   


06.03.2010
Eine Sensation und ein Vier-Punkte-Sieg
wönitzer HSV Frauen : HV Chemnitz II 19:17 (8:8)
Zwönitzer HSV II : SV Chemnitz-Harthau 27:20 (15:12)

    

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Zwönitz gelang es aber über 60 Minuten, das gefährliche Chemnitzer Konterspiel weitestgehend zu unterbinden. Dies war ebenso entscheidend, denn im geordneten Spielaufbau wirkte der Gast häufig ein wenig ratlos, auch weil Keeperin Mandy Kleiber im HSV-Gehäuse wieder ein Klasse-Vorstellung ablieferte. So bekam der HSV Mitte der zweiten Hälfte erstmals Oberwasser, als man mit 16:14 in Führung ging. Danach konnte man die Chemnitzer Anschlusstreffer stets mit einem weiteren eigenen Torerfolg beantworten und holte sich so den verdienten Sieg. Die Männer des HSV II begannen die Partie gegen den SV Chemnitz-Harthau engagiert, gingen schnell mit 3:0 in Führung. Zwar unterliefen den Knitzsch-Schützlingen in diesem Nervenkrieg immer wieder leichte technische Fehler, dennoch war man spielerisch das klar bessere Team, was sich bei der 10:6-Führung nach 19 Minuten auch in einem beruhigenderen Vorsprung widerspiegelte. Angesichts einer leichten Resultatsverbesserung der Gäste zum 12:15 beim Pausentee schworen sich die 28-er zur Halbzeit noch einmal richtig ein, was sich auszahlen sollte. Mit einer auch im zweiten Durchgang guten Chancenverwertung hielt man den Abstand konstant und konnte sich gar noch ein wenig weiter absetzen. Spätestens nach zwei parrierten Siebenmetern durch Sebastian Franke, der hier für den ebenfalls gut haltenden Robert Börner eingewechselt wurde, standen die Zeichen auf Sieg. In den letzten Minuten ließ man sich dann nicht mehr die Butter vom Brot nehmen und holte sich vor gut 100 Zuschauern am Ende beide Pluszähler, mit denen man die Abstiegsplätze ersteinmal wieder verlassen konnte.