Es war nicht der Tag der Zwönitzer Oberligahandballer. Zunächst raubte eine Vollsperrung der A72 den Zwönitzern auf Grund proppevoller Umleitungsstraßen fast eine Stunde Fahrzeit, wodurch man erst 20 Minuten vor Spielbeginn mit der Erwärmung beginnen konnte. Dann musste man in der Dresdner Ausweichhalle zum Leidwesen allerdings beider Teams auf das für sehenswerten Handball unerlässliche Haftmittel verzichten und zudem einen glatten quasi noch unbenutzten Handball verwenden. Und als drittes erwischten die beiden Unparteiischen insbesondere in der ersten Halbzeit einen eher unglücklichen Tag, was unter dem Strich sicherlich nicht gänzlich spielentscheidend war, aber dem einen oder anderen HSV-er den Rest seiner ohnehin schon angespannten Nerven raubte. In der Summe waren diese Tatsachen wohl ursächlich dafür, dass die 28-er nicht an ihre auch auf Gegners Parkett schon gezeigten Leistungen anknüpfen konnten und mit einer insgesamt zerfahrenen Vorstellung am Ende - wenn auch nach dem Spielverlauf ein wenig zu deutlich - mit 23:29 (8:10) verloren. „Nur wenn wir im Angriff den Ball haben laufen lassen und Kombinationen spielten, sahen wir richtig gut aus. Aber das war heute zu wenig der Fall", sah Coach Frank Riedel die Ursache für die Niederlage, die letztlich in nur fünf Minuten besiegelt wurde, als die Gastgeber eine Schwächephase der 28-er zwischen der 45. und 50. Minute nutzte, um vom 16:16 auf ein vorentscheidendes 22:16 davonzuziehen. In den ersten Spielminuten hatten beide Teams sichtlich mit glatten Spielgerät zu kämpfen. Erst nach 6 Minuten erlöste Dresdens Danny Weber die knapp 100 Zuschauer vom Siebenmeterpunkt mit dem Treffer zum 1:0. Auch danach waren Fehlwürfe das Markenzeichen des Spiels, dennoch kamen die Zwönitzer allmählich besser in Fahrt. Von 25 mitgereisten Fans sensationell angefeuert ließ man den Ball schnell laufen und lag nach 10 Minuten mit 4:2 vorn.



06.02.2010
In der Landeshauptstadt unterlegen
HSV Dresden : Zwönitzer HSV 29:23 (10:8)
Auch danach lag das spielerische Moment eher bei den Erzgebirglern, allein der Ball landete zu häufig neben dem Kasten, was die Dresdner wieder in Spiel brachte. Nach dem 5:5-Ausgleich in der 20. Minute konnten die Gastgeber so über eine 8:7-Führung (25.) doch noch den Vorteil von 10:8 mit in die Pause nehmen. Die erste Viertelstunde der zweiten Hälfte verlief ausgeglichen. Dresden lag zwar zumeist knapp in Führung, die Zwönitzer konnten jedoch immer wieder ausgleichen. Auch eine zwischenzeitliche 15:12-Führung der Gastgeber steckten die 28-er weg, glichen mit schönen Spielzügen wieder zum 16:16 (45.) aus. Danach allerdings kamen die besagten fünf Minuten, wo man insbesondere im Angriff schwächelte und zu drucklos agierte. Diese Phase nutzten die Gastgeber eiskalt. Nach vier entschlossenen Tempogegenstößen ging man mit 20:16 in Führung. Danach noch ein Rückraumtreffer von Volker Koch, ein Tor über die linke Außenposition und so lagen die Erzgebirgler 10 Minuten vor Spielende plötzlich mit 16:22 hinten. In der Folge besannen sich die Zwönitzer zwar wieder auf ihr kultiviertes Angriffsspiel, allerdings mehr als eine Resultatsverbesserung zum 23:26 (58.) war nicht mehr drin. In den beiden Schlussminuten öffneten die 28-er ein wenig die Abwehr, um vielleicht doch noch einen Punkt zu ergattern. Leider gingen die Versuche daneben und so blieben die beiden Pluszähler letztlich beim Vizemeister in der Landeshauptstadt.
Zwönitz:
Stopp, Beckmann;
Köppa (3), Kinder, F. Schuster, Martinek (7/2), Vit (3), Hartenstein (2),
M. Schuster (4), Sajenev (4)
Siebenmeter: Dresden: 4/3 Zwönitz: 3/2
2min: Dresden: 4 Zwönitz: 5