Auch im dritten Spiel der noch jungen Oberligasaison 2009/2010 blieben die Handballer des Zwönitzer HSV 1928 am vergangenen Wochenende ohne Niederlage, büßten allerdings beim 20:20 (8:10) auswärts beim EHV Aue II äußerst unglücklich ihre weiße Weste ein. Dabei sahen die 28-er bei ihrer 20:18-Führung 50 Sekunden vor Ultimo wie der Sieger aus. Eine Manndeckung des EHV in den Schlusssekunden, ein nach einem Foul an Karel Vit von den Unparteiischen verweigerter Freiwurf und ein vorsichtig ausgedrückt sehr schmeichelhafter Siebenmeter gegen den HSV quasi mit dem Schlusssignal vergällte letztlich die Freude über den zweiten Auswärtssieg. "Wir brauchen uns dennoch nicht aufzuregen. Beim 18:16 haben wir genug Chancen, auf 4 oder 5 Tore Vorsprung wegzuziehen, was zum Sieg gereicht hätte. Dann können uns solche Entscheidungen egal sein", sah Coach Frank Riedel die andere Ursache für den Punktverlust, auch wenn allein das Siebenmeterverhältnis von einem für Zwönitz gegenüber sieben für den EHV eine klare Sprache spricht. Die Partie begann mit Vorteilen für den HSV. Ein klassischer Hattrick von Karel Vit brachte die 28-er zunächst einmal mit 3:0 in Front. Dennoch sollte sich in der Folge ein Spiel entwickeln, das eher im Zeichen zweier guter Abwehrreihen stand. Durch die Verletzungsmisere fehlte den Zwönitzern insbesondere auf der linken Angriffsseite die Alternativen, da auch Armin Schuster und Tomas Martinek angeschlagen in die Partie gingen. So kam der EHV nach dem 1:4 (11.) allmählich wieder heran und konnte angesichts einer Zwönitzer Toreflaute gar mit 5:4 in Führung gehen. Nach erneuter 8:7-Führung (24.) für den HSV gelangen den Auern im Schlusspurt vor der Pause noch drei Treffer in Folge zum 10:8-Halbzeitstand aus ihrer Sicht.

   


04.10.2009
Punkt verschenkt
EHV Aue II: Zwönitzer HSV 1928 20:20 (10:8)

    

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Die mahnenden Worte von Coach Frank Riedel zur Pause hinsichtlich Disziplin und die Tatsache, dass Tomas Martinek nun doch trotz seiner Verletzung in Halbzeit zwei in die Partie kam, brachte die Zwönitzer in den zweiten dreißig Minuten wieder ins Spiel zurück. Zwar legte der EHV zunächst zum 11:8 vor, allerdings aufbauend auf einer erneut starken Abwehrarbeit holten die 28-er Tor um Tor auf und gingen in der 40. Minute wieder mit 13:12 in Führung. In einer starken Phase zwischen der 45. und 50. Minute hatte Zwönitz mit 16:14 in Führung liegend die Möglichkeit, den vielzitierten Sack zuzubinden. Allerdings vergab man vier Großchancen teilweise leichtfertig und so blieb der Vorsprung bis in die Schlussphase weiter knapp. Die letzten beiden Minuten waren sicherlich nichts für schwache Nerven, allerdings in diesem Derby sehr nach dem Geschmack der gut 150 Zuschauer. 50 Sekunden vor dem Schlussignal gelang Tomas Martinek der umjubelte Treffer zum 20:18. Allerdings sollte es nicht zum Sieg reichen. Mit ein wenig Fortune kam Aue noch einmal zurück und konnte durch Falk Nebel quasi nach Ablauf der 60 Minuten per Siebenmeter den 20:20-Ausgleich erzielen.

Zwönitz: Beckmann, Ranft; Kinder (4), F. Schuster, Martinek (4/1), Terjung, Vit (7), M. Schuster (2), Becher Franke, A. Schuster (1), Sajenev (2)

2min: Aue: 6 Zwönitz: 5
7m: Aue: 7/7 Zwönitz: 1

be.